Archiv für März, 2008

Deutsches Theater als Exportartikel: das German Theater Abroad zeigt seine für und in den USA entwickelte letze Produktion in einer homeversion


Cowboys in dreams
Cowboys in dreams
Foto: Ronald Marx

Das German Theater Abroad ist Deutschlands einzige Theatergruppe, die regelmäßig zeitgenössisches deutsches Theater im Ausland zeigt. GTA ’s Road Theater USA wurde 1996 von Ronald Marx, Jarreth Merz und Christian Kahrmann in New York gegründet. Die drei Schauspieler hatten die Idee, neue deutsche Dramatik in den USA zu präsentieren, wo zu der Zeit höchstens Berthold Brecht und Heiner Müller als aktuelle Autoren galten.1998 entsteht in Berlin das German Theater Abroad e.V. zur Förderung des deutschsprachigen Theaters im Ausland. Seit 1996 produziert GTA Theaterfestivals, Inszenierungen und szenische Lesungen auf beiden Seiten des Atlantiks, darunter in New York, Düsseldorf und Berlin. Mittlerweile gibt es einen festes Team, daß die Stücke entwickelt und sich um Infrastruktur und Organisation kümmert. Die Besetzung ist international. More…

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Glücklich ins 21. Jahrhundert- das Berliner Projekt moderne21 hat sich viel vorgenommen

Marmor, Stein und Eisen bricht
Marmor, Stein und Eisen bricht
Foto: Hartmut Lühr

Hartmut Lühr ist Soziologe. “Soziologie ist für mich mehr als das Erstellen hochbezahlter Gefälligkeitsgutachten “, meint er. Und so startete er seine in der Aktionskunst beheimateten Kampagnen und thematisiert in satirischer Form mit Hilfe von Videos und Aktionen Themen wie `zunehmende Rücksichtslosigkeit im urbanen Miteinander am Beispiel aufgedrängter Musik´ (Projekt `Dudelstopp´) oder auch die wachsende Politikverdrossenheit (Projekt `Wahlabsage´). Hierbei wurde er sowohl durch andere Aktivisten als auch durch Schauspieler und Musiker unterstützt. Medial erfolgreich war das im Frühjahr 2007 entstandene Projekt DUDELSTOPP – MUSIK OHNE ZWANG, mit welchem der Mißstand unfreiwilligen Musikkonsums in Supermärkten, Wartezimmern und Kneipen verstärkt ins öffentliche Bewusstsein gerückt und für mehr Rücksicht geworben wurde. Dies so erfolgreich, dass sich scheinbar paradoxerweise viele Popgruppen und - künstler aus Deutschland leichtfertig mit der DUDELSTOPP-Bewegung solidarisierten, wozu Hartmut Lühr erklärte: `Ich sehe das als Geste, dass die Dauerbeschallung mit ihrer Musik nicht immer im Sinne der Bands ist.´ Zumal die meisten Beschaller im absoluten mainstream zu verorten sind und für die Beschallung ordentlich Gema kassieren, obwohl man oder frau sie gar nicht aufgelegt hat. Ein Konstrukt was der Rundfunkgebühr ziemlich nahe kommt, nur ist hier Qualität ein echtes Ausschlußkriterium. More…

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Tacheles retten!

Dinge kommen, Dinge gehen. Der Wandel Berlins scheint diese philosophische Betrachtungsweise zu untermauern. Aber war das Berlin der Nachkriegszeit, der 80er Jahre, der “Wende” nicht eine Stadt der Nischen, der Freiräume, des alternativen Lebens. Wie soll nun das Berlin der Zukunft aussehen? Eine Mischung zwischen dem großbürgerlichen Paris, dem Londonder New Business, dem kapitalen Frankfurt. Wäre das die “neue” Berliner Mischung. Oder liegt der Charme dieser Stadt nicht gerade in diesen Flecken, wo ein anderer Zeitstrom herrscht, ein anderes Denken seinen Anfang gefunden hat. Ist die Stadt erst verkauft, könnte es zu spät sein- die BerlinerInnen gucken in die Röhre und für TouristInnen eine beliebige Stadt im Cityhopping. “Keine andere Stadt der Welt verändert sich so rasant, leicht und unkompliziert und behält dabei trotzdem ihren so eigensinnigen und unverwechselbaren Charakter”, heißt es auf der Seite zur neuen Hauptstadtkampagne be berlin. Wir sind uns da nicht so sicher. Das Tacheles ist ein selbstverwaltetetes Experiment von KünstlerInnen. Damit ist es eine Seltenheit und verdient Bestandschutz.

für selbstorganisierte Kunst! wir fordern: tacheles in das Artenschutzprogramm aufnehmen!

www.tacheles.de

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Freies Potential- Landesverband Freie Theaterschaffende gegründet

Eva-Karen und das Manifest der freien Theaterschaffenden Berlins
Vorstandsnitglied Eva-Karen Tittmann mit Manifest
Foto: Malah Helman

Berlin ist für seine freie Theaterszene bekannt, jedoch fand diese bisher in der Kulturpolitik wenig Gehör. Der Berliner Kulturetat hatte 2007 ein Volumen von 342.908.600 €. Das sind 1,7% des Gesamtetats und 34 Millionen € weniger als 2005. Die Theaterförderung beträgt 194.530.000 €. Die freie Szene bekommt davon 4.215.000 €. Das sind 792.000 € mehr als 2005. 25 freie Gruppen bekommen eine Basisförderung, 20 eine Einzelprojektförderung und 7 eine Spielstättenförderung. Dennoch ist Ausstattung nicht üppig. Insbesondere auf der bezirklichen Ebene sieht der Sparplan des Senats im nächsten Jahr drastische Einschnitte vor, also an den Töpfen, wo Unbekannte und Anfänger am ehesten eine kleine Startförderung erhalten. Viele Projekte, auch in der Jugendarbeit werden eingespart. In Mitte, Pankow und Friedrichshain wurden die Stellen für die Betreuung der freien Szene gestrichen. Gespart wird also an den kreativen Wurzeln der Freien Szene. Für das im August gegründete Expertenprogramm (Berlin Board) hingegen, das die Stadt werbetechnisch auf Vordermann bringen soll und das vorwiegend aus den Vorständen hiesiger Konzerne besteht, hat der Erfinder Klaus Wowereit 10 Millionen Euro bereitgestellt. Seit kurzem gibt es nun des Landesverband Freie Theaterschaffende, der die Belange der Szene gegenüber der Politik vertreten möchte. Malah Helman sprach mit dem Vorstandsmitglied Eva-Karen Tittmann. More…

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Im März: SWAN DAY im Performance Lab Berlin

SWAN-Day ist eine internationale Initiative, die zur Förderung weiblicher Künstler aufruft. SWAN, Support Women Artists Now – wird vom US-amerikanischen Fund for Women Artists und von WITASWAN initiiert und findet am 29. März 2008 weltweit erstmals statt.

Performance Lab Berlin wird in Zusammenarbeit mit dem Fund for Women Artists den SWAN-Day Berlin 2008 im Pumpwerk veranstalten.

Performances, Workshops, Diskussionrunden, Open Space vom 27. - 30. März 2008.

www.performancelabberlin.com

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