28.08. Filmpremiere: Five Sex Rooms and One Kitchen
In Frankreich heißen sie “maison de tolèrance” in Italien “casa di tolleranza”. Bordelle sind ein Teil unserer sozialen Realität. Vermieden, verurteilt, heimlich geduldet, in Randbezirke oder in so genannte Rotlichtmilieus verdrängt. Ihre Heimlichkeit trägt zu ihrer “Unheimlichkeit” bei; sie haben einen mythischen Status, der die Phantasien anregt und gefangen nimmt. “5 Sex Rooms und eine Küche” holt das Bordell auf den Boden der Tatsachen zurück und ermöglicht auch so einem Publikum, das niemals in ein Bordell ginge, zu einer Form der Erwerbsarbeit Stellung zu beziehen, die gesellschaftliche Toleranz nur mühsam erlangt.
Die Küche ist der Mittelpunkt des Bordells, hier findet das Leben zwischen der Arbeit statt: warten, lesen, schminken, telefonieren, schwatzen und kochen. Die Sex Rooms sind unterschiedlich ausgestattet, entsprechend den vielfältigen Bedürfnissen: der weiße (Medizin-) Raum, das schwarze (S/M) Studio, das griechische, das blaue und das gelbe Zimmer.
„Five Sex Rooms und eine Küche“ feiert Kinopremiere:
28.8. bis 03.09. im Eiszeit Kino, Zeughofstr. 20, 10997 Berlin
28.8. bis 03.09. in der Brotfabrik, Caligariplatz, 13086 Berlin
jeweils 19 Uhr
Am 31.8. 2008, zu Gast im Eiszeit Kino: Lady Tara, Cindy und Eva Heldmann
“Ein Dokumentarfilm, der Frauen bei der Arbeit zeigt. Nichts ungewöhnliches, möchte man meinen, würde Lady Tara, Nadine, Tina und Cindy nicht im Bordell werkeln. Eva C. Heldmann gelingt der Blick hinter die Kulissen der glitzernden Sex-Welt, der in jeder Sekunde unaufdringlich und unangestrengt ist.” NW 13.12.07
Eva Heldmann ist Filmemacherin und lebt in Berlin.
www.heldmannfilm.de
Kamera: Rainer Komers
Tontechnik: Jens Ludwig,
Schnitt: Michèle Barbin, Eva C. Heldmann
Tonmischung: Jockel Merholz, FunDeMental Studios
Künstlerische Beratung: Dennis Couzin, Lily Bisilly
Musik: Hubert Machnik
Chiha: “Er ist weg gegangen” (Berberlied aus Tunesien)
Musiktitel: Arie der Königin der Nacht
aus “Die Zauberflöte” von W. A. Mozart, Wiener Mozart Orchester
Buch, Regie: Eva C. Heldmann
Gefördert mit Mitteln der Hessischen Filmförderung
geschrieben von admin • Permalink • Kommentar hinterlassen »