Archiv für August, 2009

31. August: Haushaltsberatung des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten

Über die Hälfte aller selbständigen Tanz- und Theaterschaffenden in Berlin leben unter der Armutsgrenze. Die Ursache dafür ist der geringe Kulturetat des Landes, der die Leistungen der sogenannten “Freien Szene“ nur mit unzureichenden Mitteln bezuschusst. Stundenlöhne von 3,12 € für professionelle Tänzer oder Schauspieler verdeutlichen diese prekäre Lage. So prägen öffentlich geförderte Künstler und Künstlerinnen zu einem großen Anteil das kulturelle Renommee dieser Stadt und werden dafür mit einer Bezahlung honoriert, die unter jeglichem Mindestlohn liegt. Für den Haushalt 2010/2011 ist eine weitere Verminderung des Etats von über einer Million Euro zu erwarten. Angesichts der ohnehin höchst defizitären Finanzposition des Etats würde das Berliner Fördersystem damit ad absurdum geführt, was seiner Abschaffung gleichkäme. Um gegen diesen Missstand zu protestieren und ein Mindestmaß an Würde und Respekt für die freischaffenden Künstler zu garantieren, haben sich Vertreter der Tanz- und
Theaterszene zusammengetan und fordern vom Land Berlin eine deutliche Erhöhung des Etats. Damit soll eine längst überfällige Honoraruntergrenze eingeführt werden, die es den Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht, von öffentlich geförderter Arbeit auch leben zu können. More…

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

27.08.: Gerichtsverhandlung - Tacheles gegen Investoren

ein wichtiger Gerichtstermin steht für das Kunsthaus Tacheles an! Wer Zeit und Interesse hat, kann kommen. Die Verhandlung ist öffentlich und wird eine Lektion in Sachen Verramschen von öffentlichen Gebäuden. Bitte kommt und zeigt eure Solidarität mit dem Kunsthaus Tacheles,  einem der letzten alternativen Kunststandorte der freien Szene. Die Zwangsverwaltung von HSH Nordbank/ Fundus Fond/ Jagdfeld will uns aus dem Haus klagen, obwohl sie uns einen Vertrag versprochen hat. Diese Verhandlung
ist für die weitere Entwicklung des Tacheles von großer Bedeutung, darum bitten wir Euch um
solidarisches  Dabeisein. More…

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

27. August: Großes Kino – kleine Löhne! Videokundgebung von Mayday vor dem Babylon

Das Mayday-Bündnis Berlin organisiert eine Videokundgebung, um den Arbeitskampf der Belegschaft für einen Tarifvertrag im Babylon Mitte zu unterstützen. Seit Mitte Juni wird im Kino Babylon Mitte ein Arbeitskampf geführt. Hintergrund ist die Weigerung der Geschäftsführung, obwohl das Kino auch öffentliche Fördermittel erhält, über einen Haustarifvertrag zu verhandeln, den die Belegschaft gemeinsam mit ihrerGewerkschaft FAU entworfen hatte. Dieser Tarifvertrag fordert Löhne von denen mensch leben kann, Nacht- und Feiertagszuschläge, die sofortige Umwandlung aller befristeten in unbefristete Verträge, eine ordentliche Entlohnung von PraktikantInnen, kurzum: das sofortige Ende prekärer Verhältnisse im Babylon Mitte. Weil sich die Geschäftsführung des Babylon weigerte, über den Tarifvertrag zu verhandeln, ruft die FAU seit einigen Wochen zum Boykott des Kinos auf. Das Berliner Maydaybündnis unterstützt die kämpfenden Beschäftigten des Babylon. Sie machen deutlich, dass man sich gegen prekäre Arbeitsverhältnisse wehren kann. Das Mayday-Bündnis setzt sich für die Selbstorganisierung von Beschäftigten, nicht nur der Mayday Generation, gegen ihre prekären Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Im Kino sind wenig Lohn und schlechte Arbeitsbedingungen die Regel. Dagegen hat Mayday mit der Kampagne „Mir reicht’s nicht“ im Vorfeld und während der Berlinale 2008 interveniert. Dazu gehörte auch eine Solidaritätsaktion mit den für einen neuen Tarifvertrag kämpfenden Beschäftigten des
Cinemaxx-Kinocenters am Potsdamer Platz im Dezember 2007.

Auch im Film sind Sozialstandards immer noch nicht verpflichtend, auch wenn es sich um öffentlich geförderte Filme handelt. Auch die Einführung einer Förderquote für den Independent Film wurde in der diesjährigen Novellierung des Filmfördergesetzes versäumt. More…

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

Aktionsbündnis Berliner Künstler gegen den Kulturabbau in Pankow- unterzeichnen

Vor kurzem protestierten Berliner Künstler gegen die derzeitige Pankower Haushaltspraxis, zugesagte Fördergelder nicht auszuzahlen und den Kulturetat zu streichen. Außerdem bedroht die Politik von SPD und Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow den traditionsreichen und größten kommunalen Kulturstandort im Ernst- Thälmann- Park mit seiner jetzigen Nutzung ganz grundsätzlich. Dazu gehören die erfolgreichen und über Berlin hinaus bekannten Einrichtungen WABE, Galerie parterre, Theater unterm Dach und Kunsthaus e.V.. Die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung Clara West (SPD) und der Vorsitzende des Ausschusses für Finanzen, Immobilienmanagement und Personal Cornelius Bechtler (Grüne) setzen Kulturstadtrat Dr. Michail Nelken (Linke) unter Druck, im Kulturareal Thälmann- Park Kinder- und Jugendinitiativen aus dem Eliashof unterzubringen, die dort einer Grundschule weichen müssen. Dies ist jedoch räumlich unmöglich und würde praktisch das Aus für die Kultureinrichtungen im Thälmann- Park bedeuten. SPD und Grüne sind offenbar in der Schuld der Initiativen vom Eliashof, denn dieser wurde in einer fragwürdigen Entscheidung erst vor wenigen Monaten mit der Stimmenmehrheit von SPD und Grünen geschlossen. Keine andere Partei wollte sich dieser Entscheidung anschließen. Der Bezirk Pankow wird eine Millionensumme an EU- Fördergeldern zurückzahlen müssen, obwohl es durchaus Alternativen zur Schließung des Eliashofs gegeben hätte und noch immer gibt! Doch die Berliner Künstler wollen sich das Kulturareal Thälmann- Park als wichtigen Arbeitsort nicht wegnehmen lassen und sie nehmen auch die absurden Auswüchse der Berliner Sparpolitik nicht mehr hin. Deshalb haben sich 2007 bekannte Künstler aus Berlin, dem Umland und dem Ausland zusammengeschlossen, um zu verhindern, dass das Kulturareal Thälmann- Park unauffällig weggespart wird. Unter www.aktionsbuendnis-berliner-kuenstler.de äußern die Künstler ihren Willen, für den größten kommunalen Kulturstandort in Pankow zu kämpfen! Zu den Erstunterzeichnern gehören z.B. Armin Petras, Wir sind Helden, Katja Riemann, Andreas Dresen, Rosenstolz, Lutz Rathenow, Roland Gawlik, Mia, Leander Haußmann, die Puhdys, Christoph Hein, Corinna Harfouch, Jürgen Kuttner, Anna Thalbach und viele andere Künstler, die das Bild unserer Stadt künstlerisch prägen. Sie fordern alle Kollegen auf, mit ihrer Unterschrift und wenn nötig auch mit künstlerischen Aktionen für den Bestand der Einrichtungen zu kämpfen.

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

22.8. Manuela Krause, urbanpeas presents Kiki Bohemia at Tentstation

After being the singer in an off-swing band, called BOHEMIAN CRYSTAL, for two years, I started to work on my own songs in september 2005. I used Phillicorda Organ and Dr. Groove drum machine and did my first live home recordings with a stereo mic on minidisc. My debut performance was on 4th of december 2005 for Goldmund “Idylle gesucht; PATHOS V”, where DAS APHORAMA and me were djing, too. It was a lot of fun! I played a lot of great shows and fantastic festivals like: 8 Jahre amSTARt, Maids of melancholy and mesmerization, GOLDMUND FESTIVAL II & III, Fusion Festival 07, 08 & 09, Klangbad Festival; I did the first studio recordings with Bernd Jestram (Tarwater) at his beautiful Bleibeil Studio in Berlin (RESILIENZ EP). Since october 2006 I’m also working with Jam Man Loop Station and a small (gameboyish) yamaha sequenzer. This gives me the possibillity to use different sounds and do weird stuff with my voice, though I’m looping it. More…

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

Nächste Seite »