Aktionsbündnis Berliner Künstler gegen den Kulturabbau in Pankow- unterzeichnen
Vor kurzem protestierten Berliner Künstler gegen die derzeitige Pankower Haushaltspraxis, zugesagte Fördergelder nicht auszuzahlen und den Kulturetat zu streichen. Außerdem bedroht die Politik von SPD und Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow den traditionsreichen und größten kommunalen Kulturstandort im Ernst- Thälmann- Park mit seiner jetzigen Nutzung ganz grundsätzlich. Dazu gehören die erfolgreichen und über Berlin hinaus bekannten Einrichtungen WABE, Galerie parterre, Theater unterm Dach und Kunsthaus e.V.. Die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung Clara West (SPD) und der Vorsitzende des Ausschusses für Finanzen, Immobilienmanagement und Personal Cornelius Bechtler (Grüne) setzen Kulturstadtrat Dr. Michail Nelken (Linke) unter Druck, im Kulturareal Thälmann- Park Kinder- und Jugendinitiativen aus dem Eliashof unterzubringen, die dort einer Grundschule weichen müssen. Dies ist jedoch räumlich unmöglich und würde praktisch das Aus für die Kultureinrichtungen im Thälmann- Park bedeuten. SPD und Grüne sind offenbar in der Schuld der Initiativen vom Eliashof, denn dieser wurde in einer fragwürdigen Entscheidung erst vor wenigen Monaten mit der Stimmenmehrheit von SPD und Grünen geschlossen. Keine andere Partei wollte sich dieser Entscheidung anschließen. Der Bezirk Pankow wird eine Millionensumme an EU- Fördergeldern zurückzahlen müssen, obwohl es durchaus Alternativen zur Schließung des Eliashofs gegeben hätte und noch immer gibt! Doch die Berliner Künstler wollen sich das Kulturareal Thälmann- Park als wichtigen Arbeitsort nicht wegnehmen lassen und sie nehmen auch die absurden Auswüchse der Berliner Sparpolitik nicht mehr hin. Deshalb haben sich 2007 bekannte Künstler aus Berlin, dem Umland und dem Ausland zusammengeschlossen, um zu verhindern, dass das Kulturareal Thälmann- Park unauffällig weggespart wird. Unter www.aktionsbuendnis-berliner-kuenstler.de äußern die Künstler ihren Willen, für den größten kommunalen Kulturstandort in Pankow zu kämpfen! Zu den Erstunterzeichnern gehören z.B. Armin Petras, Wir sind Helden, Katja Riemann, Andreas Dresen, Rosenstolz, Lutz Rathenow, Roland Gawlik, Mia, Leander Haußmann, die Puhdys, Christoph Hein, Corinna Harfouch, Jürgen Kuttner, Anna Thalbach und viele andere Künstler, die das Bild unserer Stadt künstlerisch prägen. Sie fordern alle Kollegen auf, mit ihrer Unterschrift und wenn nötig auch mit künstlerischen Aktionen für den Bestand der Einrichtungen zu kämpfen.
geschrieben von admin • Permalink • Kommentar hinterlassen »