31. August: Haushaltsberatung des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten

Über die Hälfte aller selbständigen Tanz- und Theaterschaffenden in Berlin leben unter der Armutsgrenze. Die Ursache dafür ist der geringe Kulturetat des Landes, der die Leistungen der sogenannten “Freien Szene“ nur mit unzureichenden Mitteln bezuschusst. Stundenlöhne von 3,12 € für professionelle Tänzer oder Schauspieler verdeutlichen diese prekäre Lage. So prägen öffentlich geförderte Künstler und Künstlerinnen zu einem großen Anteil das kulturelle Renommee dieser Stadt und werden dafür mit einer Bezahlung honoriert, die unter jeglichem Mindestlohn liegt. Für den Haushalt 2010/2011 ist eine weitere Verminderung des Etats von über einer Million Euro zu erwarten. Angesichts der ohnehin höchst defizitären Finanzposition des Etats würde das Berliner Fördersystem damit ad absurdum geführt, was seiner Abschaffung gleichkäme. Um gegen diesen Missstand zu protestieren und ein Mindestmaß an Würde und Respekt für die freischaffenden Künstler zu garantieren, haben sich Vertreter der Tanz- und
Theaterszene zusammengetan und fordern vom Land Berlin eine deutliche Erhöhung des Etats. Damit soll eine längst überfällige Honoraruntergrenze eingeführt werden, die es den Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht, von öffentlich geförderter Arbeit auch leben zu können.

Information LafT Berlin, Tanzbüro und TanzraumBerlin Netzwerk

31. August 2009
Die Haushaltsberatung des Ausschusses für Kulturelle Angelegenheiten im Berliner Abgeordnetenhaus für den Kulturhaushalt 2010/2011 ist öffentlich. Wir rufen hiermit auf, zu dieser entscheidenden Sitzung zahlreich zu erscheinen!
Ort: Abgeordnetenhaus von Berlin, Raum 376 – Ernst-Heilmann-Saal –
Zeit: Montag, 31. August 2009, 11.00 Uhr (open end)

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