Archiv für die Kategorie 'K: APPLIED_ARTS'

24.2.09: Podiumsdiskussion- Jenseits von Regeln? Die Zukunft von Kunst und Urheberrecht

Was ist heute ein zuschreibbares *Werk”? Selten geht es bei den Hervorbringungen der Popkultur oder den Experimenten konzeptueller Kunst um genuine Neuschöpfungen, sondern zumeist um Variationen und spezifische Aneignungen von vorgefundenem Material.

Zeitgenössische Kulturtechniken des Zitierens, Samplings oder Remixens ergeben ein offenes Gebrauchsfeld, das zwar unzählige Spuren und Schichten kennt, die Unterscheidung von Original und Kopie aber zunehmend unbrauchbar macht. Der digitale Fortschritt, mühelos Eins-zu-eins-Kopien erzeugen zu können, steht jedoch im scharfen Widerspruch zum geltenden Eigentumsprinzip.

Einige Produzent/innen fürchten um die monetäre Entlohnung ihrer Leistung. Andere kritisieren, dass ihre Kreativität längst durch den juristischen Rahmen des Copyrights beschnitten wird. Welche widerstreitenden politischen Konzeptionen gibt es, um einen neuen Ordnungsrahmen für den fairen Ausgleich zwischen ökonomischen Interessen und künstlerischen Freiheiten zu finden? More…

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20. November: Diskussion im LE GRAND MAGASIN über Produkte und ihre ProduzentInnen

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Einer Ware sieht man nicht an, wie sie produziert wurde. Dem Konsumenten werden meist nur Informationen gegeben, die das Produkt selbst betreffen. Dabei interessiert,
ob es „bio“ ist, Zucker enthält, gegebenenfalls sogar, ob es fair gehandelt oder aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurde. Im Allgemeinen entscheidet man sich jedoch nicht für ein Produkt, weil die Produzenten eine angenehme Arbeit haben. Als sich im Zuge der Industrialisierung weltweit Menschen zu Genossenschaften zusammenschlossen, um dem Wechsel zwischen katastrophalen Arbeitsbedingungen und Arbeitslosigkeit eine selbstbestimmte Alternative entgegenzustellen, handelte es sich vor allem um ehemals ländliche Handwerker und Arbeiter. Heute sind es in der Mehrzahl Städter, die aus den Produktionsprozessen herausgedrängt werden – nicht ohne den Appell, ihr Glück in einer Selbstständigkeit zu suchen, die der Situation der ehemaligen Wanderarbeiter ähnelt. Ein Anlass sich mit alternativen und kollektiven Arbeitsformen auseinanderzusetzen. Die europäischen Produktivgenossenschaften und Alternativbetriebe werden von Konzernen und Neoliberalen angegriffen, weil sie in Konkurrenz zu einem ständig expandierenden Markt stehen, auf dem angeblich lieber mit „Ich-AGs“ als mit „Wir-eGs“ verhandelt wird. Le Grand Magasin ist der Name für eine Leistungsschau europäischer Produktivgenossenschaften, die ab September in Form einer Verkaufsausstellung stattfindet. Anhand dieser Produkte sollen solidarische Formen des Wirtschaftens aufgezeigt und ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden.

Die zeitgenössische Kunst tendiert zu kooperativen Methoden und Handlungsformen in einem spezifisch sozialen oder ökonomischen Kontext. Kreative und partizipatorische
Formen der Kunst können einen Dialog zwischen den verschiedenen sozialen und ökonomischen Ausdrucksformen und der Öffentlichkeit schaffen - und damit ein Bewusstsein für alternative Formen des Handelns, der Produktion und des Konsums. “LE GRAND MAGASIN” untersucht die Schnittstellen. More…

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12.11.: Wirtschaftliche und soziale Risiken auf den Arbeitsmärkten von Künstlern

Buchpräsentation von Dr. Carroll Haak
Die Untersuchung erschließt in wichtigen Teilsegmenten deutliche Defizite empirischer und qualitativer Untersuchungen zur wirtschaftlichen und sozialen Situation von Musikern, darstellenden und bildenden Künstlern in Deutschland. Seit dem „Künstlerreport“ (Forbeck/Wiesand, 1975) gibt es keine vergleichbare komplexe Untersuchung, die die gravierenden Strukturveränderungen der künstlerischen Arbeitsmärkte, den rasanten Wandel der Kulturberufe sowie die fragile Einkommensentwicklung und unzureichende Alterssicherung dieses Sektors in den Fokus nimmt. Darüber täuscht auch nicht der überaus fundierte Bericht der Enquetekommission „Kultur in Deutschland“ hinweg, in dem man sich leider nicht auf aktuelles und statistisch gesichertes Zahlenmaterial beziehen konnte. More…

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Mut zur Lücke

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Zwischennutzer legen Hand an
(Foto: Malah Helman)

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Mittlerweile sind auch finanzkräftigere Nutzer für finanzkräftigeres Klientel eingezogen. West Coast Customs Europe “personalisiert” Luxuskarossen für Promis. Im heimischen Kalifornien gehört Arnold Schwarzenegger zu den Kunden.
(Foto: Malah Helman
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Berlin verfügt über eine unter den Metropolen einzigartige Situation. Es verfügt über relativ viele Freiflächen und Brachen. Diese Situation ist historisch bedingt und liegt in der Trennung der Stadt in Ost und West. Nach der Wende begann der Abbau der ostdeutschen Infrastruktur und so wurde auch das Reichsbahnausbesserungswerk „Franz Stenzer“ (RAW) 1993 geschlossen. Das RAW, das nahe Berlins erstem Bahnhof in der Industrialisierung in den 70er Jahren des 19. Jh. entstand, befand sich in einem schlechten Zustand, als es von der Immobilienverwaltung der Deutschen Bahn übernommen wurde. Der Leerstand währte nicht lange und die ersten Zwischennutzer aus der Clubszene zogen ein. Mittlerweile hat das Areal ein Investor übernommen.
Interview mit Frauke Hehl More…

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23rd of October creative writing workshop at loesje

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on Thursday the 23rd of October we are inviting you for a creative textwriting workshop. This time it will be in English. More…

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