Archiv für die Kategorie 'B: Kunst und Europa'

Arbeitsbedingungen der Kultur- und Medienschaffenden in den verschiedenen EU-Ländern werden unter einander ausgespielt

Das Unternehmen versuchen günstige Arbeitskräfte aus Osteuropa einzukaufen und vor Ort zu wesentlich günstigeren Konditionen arbeiten zu lassen und die jeweils gültigen Normen unterlaufen, ist bekannt. Nun gibt es den ersten Fall in Kultur- und Medien. Die dänische Film- und Fernseharbeiter Gewerkschaft verhandelt mit den Produzenten aus dem Bereich Werbung neue und bessere Konditionen. Aktuell befinden sich alle dänischen Filmschaffenden, die für Werbefilme arbeiten, im Streik. Die dänischen Werbefilmproduzenten behelfen sich mit günstig eingeflogenen Ersatzkräften der Berliner Firma Ambulance Film.

Das günstigste Preisangebot siegt, der freie Markt hat gewonnen und so freuen wir uns alle auf indische Löhne und Arbeitsbedingungen der chinesischen Wanderarbeiter. More…

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

Der Deutsche Frauenrat sucht für die Mit-Betreuung seiner Website eine Online-Redakteurin in freier Mitarbeit

Wir arbeiten mit einem Redaktionssystem (Typo-3) und suchen eine Verstärkung, die sich sowohl technisch damit auskennt, Grundkenntnisse in HTML hat und darüber hinaus selbständig Texte verfassen und Fotos recherchieren kann. Umfang: 15 Stunden im Monat. Wir bezahlen auf Stundenbasis. More…

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

20. November: Diskussion im LE GRAND MAGASIN über Produkte und ihre ProduzentInnen

tabletten.jpg

Einer Ware sieht man nicht an, wie sie produziert wurde. Dem Konsumenten werden meist nur Informationen gegeben, die das Produkt selbst betreffen. Dabei interessiert,
ob es „bio“ ist, Zucker enthält, gegebenenfalls sogar, ob es fair gehandelt oder aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt wurde. Im Allgemeinen entscheidet man sich jedoch nicht für ein Produkt, weil die Produzenten eine angenehme Arbeit haben. Als sich im Zuge der Industrialisierung weltweit Menschen zu Genossenschaften zusammenschlossen, um dem Wechsel zwischen katastrophalen Arbeitsbedingungen und Arbeitslosigkeit eine selbstbestimmte Alternative entgegenzustellen, handelte es sich vor allem um ehemals ländliche Handwerker und Arbeiter. Heute sind es in der Mehrzahl Städter, die aus den Produktionsprozessen herausgedrängt werden – nicht ohne den Appell, ihr Glück in einer Selbstständigkeit zu suchen, die der Situation der ehemaligen Wanderarbeiter ähnelt. Ein Anlass sich mit alternativen und kollektiven Arbeitsformen auseinanderzusetzen. Die europäischen Produktivgenossenschaften und Alternativbetriebe werden von Konzernen und Neoliberalen angegriffen, weil sie in Konkurrenz zu einem ständig expandierenden Markt stehen, auf dem angeblich lieber mit „Ich-AGs“ als mit „Wir-eGs“ verhandelt wird. Le Grand Magasin ist der Name für eine Leistungsschau europäischer Produktivgenossenschaften, die ab September in Form einer Verkaufsausstellung stattfindet. Anhand dieser Produkte sollen solidarische Formen des Wirtschaftens aufgezeigt und ins öffentliche Bewusstsein gebracht werden.

Die zeitgenössische Kunst tendiert zu kooperativen Methoden und Handlungsformen in einem spezifisch sozialen oder ökonomischen Kontext. Kreative und partizipatorische
Formen der Kunst können einen Dialog zwischen den verschiedenen sozialen und ökonomischen Ausdrucksformen und der Öffentlichkeit schaffen - und damit ein Bewusstsein für alternative Formen des Handelns, der Produktion und des Konsums. “LE GRAND MAGASIN” untersucht die Schnittstellen. More…

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

Sozialversicherungsystem auch für Freie Kunstschaffende?

Mittlerweile gehen die ersten Fragebögen ein und es ist klar erkennbar, dass auch ein großes Interesse an arbeitsrechtlichen Themen besteht, die uns Kunstschaffende im Alltag tangieren.Gerade im Sozialversicherungsrecht, Urheberrecht oder auch Arbeitsrecht ist einiges im Fluss. Zu Vielem gibt es auch keine eindeutige Rechtslage. Daher empfiehlt es sich dies, mittels juristischer Einzelentscheidungen versuchen, durchzusetzen.

Die Möglichkeit, dass sich seit 2006 auch Selbstständige in der „Freiwilligen Arbeitslosenversicherung“ versichern können, ist für Kunstschaffende die Möglichkeit auch am Sozialversicherungssystem zu partizipieren. Allerdings gibt es eine große Einschränkung, es können sich nur Selbstständige „weiterversichern“, die einmal 12 Monate angestellt und hier ihre Pflichtbeiträge in die Arbeitslosenversicherung abgeführt haben. Derzeit festzustellen, dass das deutsche Sozialversicherungssystem exklusiv ist. Dies ist einerseits auf die strukturellen Veränderungen in der Arbeitswelt zurückzuführen, andererseits aber auch auf die Weigerung der Politik diese Veränderungen im Sozialversicherungssystem zu berücksichtigen. So ist einmal grundlegend zu sagen, dass jede/r, die/ der Steuern zahlt und das sind eigentlich alle, wenn man die Konsumsteuer nimmt, die wiederum auch das Staatswesen finanziert, nicht auch, wie in skandinavischen Ländern üblich, kranken-, pflege-, rentenversichert sind, wie auch in der Arbeitslosenversicherung versichert sind und vielleicht auch eine Unfallversicherung wichtig wäre. Immerhin war Deutschland einmal weltweiter Vorreiter beim Aufbau des staatlichen Sozialsystems- unter Bismarck. Für KünstlerInnen besteht für die Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung die Möglichkeit sich bei der Künstlersozialkasse zu versichern, aber die Zugangsbedingungen sind nicht einfach. Private Versicherungen sind teuer und, wenn man sich die Entwicklung bei den Versicherern der privaten Altervorsorge anschaut ein fragwürdiges Geschäft und eher eine Subvention der Versicherungsbranche. In den Zeiten flexibler Beschäftigung, ist aber auch eine Arbeitslosenversicherung von grundlegender Bedeutung. More…

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

Frauen in die EU

Die Entwicklungen der EU sind durchaus kritisch zu betrachten. Ihr Schwerpunkt liegt, kurz gefasst, auf der Freiheit der Wirtschaft, soziale oder auch ArbeitnehmerInnenrechte, zum Beispiel, spielen allenfalls eine marginale Rolle. Auch lässt die demokratische Struktur einiges zu wünschen übrig (z.B. Komponenten des Europäischen Parlaments oder jüngst Entscheidungsstrukturen im Lisabonner Reformvertrag, die, salopp formuliert, Verseuchung durch denLobbyismus der Großindustrie). Wer meint, eine bessere Frauenquote könnte den Insidergeschäften der meist grauhaarigen Herren abhelfen, kann hier online unterzeichnen:

www.femalesinfront.eu

geschrieben von adminPermalinkKommentare (0)Kommentar hinterlassen »

Nächste Seite »