Archiv für die Kategorie 'B: Kunst und Aktionen, Petitionen'

Für kurzfristig Beschäftigte gilt ab 1. September „6statt12“ – mit Einschränkungen

Das ver.di Projekt connexx hatte eine Verbesserung für die vielen kurzfristig Beschäftigten in Kultur und Medien gefordert. Die Kampagne wurde von weiteren Verbänden und auch den freien Theaterschaffenden unterstützt.
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27.08.: Gerichtsverhandlung - Tacheles gegen Investoren

ein wichtiger Gerichtstermin steht für das Kunsthaus Tacheles an! Wer Zeit und Interesse hat, kann kommen. Die Verhandlung ist öffentlich und wird eine Lektion in Sachen Verramschen von öffentlichen Gebäuden. Bitte kommt und zeigt eure Solidarität mit dem Kunsthaus Tacheles,  einem der letzten alternativen Kunststandorte der freien Szene. Die Zwangsverwaltung von HSH Nordbank/ Fundus Fond/ Jagdfeld will uns aus dem Haus klagen, obwohl sie uns einen Vertrag versprochen hat. Diese Verhandlung
ist für die weitere Entwicklung des Tacheles von großer Bedeutung, darum bitten wir Euch um
solidarisches  Dabeisein. More…

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27. August: Großes Kino – kleine Löhne! Videokundgebung von Mayday vor dem Babylon

Das Mayday-Bündnis Berlin organisiert eine Videokundgebung, um den Arbeitskampf der Belegschaft für einen Tarifvertrag im Babylon Mitte zu unterstützen. Seit Mitte Juni wird im Kino Babylon Mitte ein Arbeitskampf geführt. Hintergrund ist die Weigerung der Geschäftsführung, obwohl das Kino auch öffentliche Fördermittel erhält, über einen Haustarifvertrag zu verhandeln, den die Belegschaft gemeinsam mit ihrerGewerkschaft FAU entworfen hatte. Dieser Tarifvertrag fordert Löhne von denen mensch leben kann, Nacht- und Feiertagszuschläge, die sofortige Umwandlung aller befristeten in unbefristete Verträge, eine ordentliche Entlohnung von PraktikantInnen, kurzum: das sofortige Ende prekärer Verhältnisse im Babylon Mitte. Weil sich die Geschäftsführung des Babylon weigerte, über den Tarifvertrag zu verhandeln, ruft die FAU seit einigen Wochen zum Boykott des Kinos auf. Das Berliner Maydaybündnis unterstützt die kämpfenden Beschäftigten des Babylon. Sie machen deutlich, dass man sich gegen prekäre Arbeitsverhältnisse wehren kann. Das Mayday-Bündnis setzt sich für die Selbstorganisierung von Beschäftigten, nicht nur der Mayday Generation, gegen ihre prekären Arbeits- und Lebensbedingungen ein. Im Kino sind wenig Lohn und schlechte Arbeitsbedingungen die Regel. Dagegen hat Mayday mit der Kampagne „Mir reicht’s nicht“ im Vorfeld und während der Berlinale 2008 interveniert. Dazu gehörte auch eine Solidaritätsaktion mit den für einen neuen Tarifvertrag kämpfenden Beschäftigten des
Cinemaxx-Kinocenters am Potsdamer Platz im Dezember 2007.

Auch im Film sind Sozialstandards immer noch nicht verpflichtend, auch wenn es sich um öffentlich geförderte Filme handelt. Auch die Einführung einer Förderquote für den Independent Film wurde in der diesjährigen Novellierung des Filmfördergesetzes versäumt. More…

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Aktionsbündnis Berliner Künstler gegen den Kulturabbau in Pankow- unterzeichnen

Vor kurzem protestierten Berliner Künstler gegen die derzeitige Pankower Haushaltspraxis, zugesagte Fördergelder nicht auszuzahlen und den Kulturetat zu streichen. Außerdem bedroht die Politik von SPD und Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Pankow den traditionsreichen und größten kommunalen Kulturstandort im Ernst- Thälmann- Park mit seiner jetzigen Nutzung ganz grundsätzlich. Dazu gehören die erfolgreichen und über Berlin hinaus bekannten Einrichtungen WABE, Galerie parterre, Theater unterm Dach und Kunsthaus e.V.. Die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Bildung Clara West (SPD) und der Vorsitzende des Ausschusses für Finanzen, Immobilienmanagement und Personal Cornelius Bechtler (Grüne) setzen Kulturstadtrat Dr. Michail Nelken (Linke) unter Druck, im Kulturareal Thälmann- Park Kinder- und Jugendinitiativen aus dem Eliashof unterzubringen, die dort einer Grundschule weichen müssen. Dies ist jedoch räumlich unmöglich und würde praktisch das Aus für die Kultureinrichtungen im Thälmann- Park bedeuten. SPD und Grüne sind offenbar in der Schuld der Initiativen vom Eliashof, denn dieser wurde in einer fragwürdigen Entscheidung erst vor wenigen Monaten mit der Stimmenmehrheit von SPD und Grünen geschlossen. Keine andere Partei wollte sich dieser Entscheidung anschließen. Der Bezirk Pankow wird eine Millionensumme an EU- Fördergeldern zurückzahlen müssen, obwohl es durchaus Alternativen zur Schließung des Eliashofs gegeben hätte und noch immer gibt! Doch die Berliner Künstler wollen sich das Kulturareal Thälmann- Park als wichtigen Arbeitsort nicht wegnehmen lassen und sie nehmen auch die absurden Auswüchse der Berliner Sparpolitik nicht mehr hin. Deshalb haben sich 2007 bekannte Künstler aus Berlin, dem Umland und dem Ausland zusammengeschlossen, um zu verhindern, dass das Kulturareal Thälmann- Park unauffällig weggespart wird. Unter www.aktionsbuendnis-berliner-kuenstler.de äußern die Künstler ihren Willen, für den größten kommunalen Kulturstandort in Pankow zu kämpfen! Zu den Erstunterzeichnern gehören z.B. Armin Petras, Wir sind Helden, Katja Riemann, Andreas Dresen, Rosenstolz, Lutz Rathenow, Roland Gawlik, Mia, Leander Haußmann, die Puhdys, Christoph Hein, Corinna Harfouch, Jürgen Kuttner, Anna Thalbach und viele andere Künstler, die das Bild unserer Stadt künstlerisch prägen. Sie fordern alle Kollegen auf, mit ihrer Unterschrift und wenn nötig auch mit künstlerischen Aktionen für den Bestand der Einrichtungen zu kämpfen.

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Der Kulturetat steigt- aber nicht für die freie Szene- Forderungen nach Mindesthonorar nicht berücksichtigt- Unterschriftenliste für angemessene Honorare online

Der Senat hat einen steigenden Kulturhaushalt beschlossen: die konsumtiven Ausgaben werden um jährlich 16 Millionen Euro erhöht. Die freien Theater- und Tanzschaffenden sind in dieser Aufstockung jedoch so gut wie nicht bedacht worden. Die für sie vorgesehene Erhöhung der Konzeptförderung um 675.000 € ab 2010 geht einher mit der für 2011 geplanten Abführung von 2 Millionen €  aus demselben Etat, für den Haushaltstitel des Renaissance Theaters. Folgende Forderungen der Arbeitsgruppe Haushalt von LafT Berlin, Tanzbüro und TanzraumBerlin Netzwerk, die bereits im April in einem Positionspapier an die Kulturpolitik adressiert wurden, sind im neuen Doppelhaushalt nicht berücksichtigt worden:

• Die Korrektur der unter jeglichem Mindestlohnsatz liegenden Lohnverhältnisse öffentlich geförderter KünstlerInnen,
• Die Fixierung des aktuellen Etats für die Konzeptförderung, unabhängig von der Abwanderung einzelner Institutionen/Gruppen, die einen eigenen Haushaltstitel erhalten,
• Die Bereitstellung zusätzlicher Mittel für das neue Fördermodul der Einstiegsförderung,

Als zwingende Voraussetzung für die längst fällige Durchsetzung einer Honoraruntergrenze für Tanz- und Theaterschaffende wird von der Arbeitsgruppe Haushalt die Aufstockung des Berliner Förderetats um mindestens 6  Millonen € gesehen. Die Arbeitsgruppe, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern von LafT Berlin, Tanzbüro und TanzraumBerlin Netzwerk zusammensetzt,  arbeitet an der Durchsetzung dieser Forderung. In einer Online-Liste bittet die Arbeitsgruppe Haushalt um Unterschriften, die dieses Vorhaben unterstützen.Unterschriftenliste zu Unterstützung des Projekts Honoraruntergrenze unter
http://www.tanzraumberlin.de/index.php?article_id=257

Weitere Infos unter
www.laft-berlin.de/uploads/media/Pressemitteilung_LAFT_Berlin_und_Tanzbuero_9.7.2009.pdf

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