Donnerstag, 29 Oktober 2009 @ 6:20pm • B: Kunst und Politik
Honoraruntergrenzen, Sozialstandards und mehr Geld für Kultur gefordert.
Mit „Schlecht“, beschreibt Monica Gomis, eine spanische Choreographin und Tänzerin aus München, die finanzielle Situation der freien Tanz- und Theaterschaffenden. Sie hat sich gerade die Sehne gezerrt, bekommt aber kein Krankengeld, weil sie keine Zusatzversicherung über ein vorgezogenes Krankengeld abgeschlossen hat. Eine steigende Zahl der Kulturschaffenden ist unzureichend abgesichert, da die „neuen“ Erwerbsbiographien aus dem Sozialversicherungssystem ausgeschlossen sind. Seit Einführung der Künstlersozialkasse, 1983, gibt es hier keine weiteren Ansätze, obwohl das Europäische Parlament die Mitgliedsstaaten aufforderte, die Lage der Künstler_innen zu verbessern. Eine Anpassung der Gesetze ist dringlich erforderlich, so dass Fazit des diesjährigen Symposiums der freien Theaterschaffenden. Sie fordern außerdem eine angemessene Rente und eine Versicherung in der Arbeitslosenversicherung für Phasen der Erwerbslosigkeit, wie es in Frankreich und Skandinavien für Künstler und Selbstständige durchaus möglich ist.
Hinzu kommt die schwierige finanzielle Lage. „Trotz bester Ausbildung, besten Kritiken und langjähriger Bühnenerfahrung ist es mir und vielen meiner Kollegen nicht mehr möglich den Lebensunterhalt ohne Unterstützung seitens der ARGE zu bestreiten. Die Honorare sind zu gering„, kommentierte eine Schauspielerin ihre Situation in der Studie des Fonds Darstellende Künste zur wirtschaftlichen, sozialen und arbeitsrechtlichen Lage der Theater- und Tanzschaffenden. Die Ausbildung bereitet kaum auf die komplexen Arbeitsbedingungen vor, die ein fundiertes Wissen über Sozialrecht, Projektentwicklung, Finanzierung, Förderanträge, Verträge und Vermarktung voraussetzen. More…
geschrieben von admin •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar hinterlassen »
Freitag, 11 September 2009 @ 1:47pm • B: Kunst und Aktionen, Petitionen, B: Kunst und Politik, Berlin-Pankow, C: KUNST_off, C: KUNST_orte, C: KUNST_veranstaltungen, D: THEATRAL_off, D: THEATRAL_orte, D: THEATRAL_veranstaltungen, G: MUSIK_off, G: MUSIK_veranstaltungen, G: Musik_orte, party_soli, zu Institutionen, zu retten
Am 19. September findet ein erster Aktionstag auf dem Kulturareal am Thälmannpark statt, dem weitere folgen werden. Wir wollen, dass Prenzlauer Berg und Pankow Orte der Basiskultur bleiben. Wir setzen uns dafür ein, dass das kulturelle Heruntersparen der Bezirke in ganz Berlin gestoppt wird und kommunale Frei-Räume für Künstler erhalten bleiben! Das Kulturareal im Thälmannpark darf nicht in seiner Existenz bedroht werden! More…
geschrieben von admin •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar hinterlassen »
Freitag, 4 September 2009 @ 9:15am • B: Kunst und Politik, Berlin-Mitte, F: FILM_off, F: FILM_orte
Im seit Monaten andauernden Arbeitskonflikt im Berliner Kino Babylon Mitte zeichnet sich eine seltsame Entwicklung ab. Wie der Presse vom 03.09.2009 zu entnehmen ist, lädt die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die Geschäftsleitung der Neuen Babylon GmbH nun zu Tarifverhandlungen. Dies erscheint in verschiedener Hinsicht ominös. Mehrfach war zuletzt in der Presse zu lesen, insbes. Vertreter der Linkspartei würden Gespräche in Sachen Babylon Mitte führen. Da jedoch von dieser Seite keinerlei Gespräche mit der Belegschaft oder der FAU Berlin stattfanden, kann die FAU Berlin nur vermuten, dass jene Gespräche wohl auf eine Intervention ver.dis abzielten. Auch die Tatsache, dass ver.di-Landesbezirksvize Andreas Köhn, das Babylon Mitte zur “Chefsache” erklärt hat, legt politische Einflussnahme nahe. “Sollte sich dies bewahrheiten”, so Lars Röhm, Sekretär der FAU Berlin, “wirft dies unangenehme Fragen auf. Schließlich hatten Vertreter der Partei mehrfach argumentiert, sie dürften in den Tarifkonflikt nicht eingreifen.” Gerade ver.di war es, die der Belegschaft zu Beginn des Konfliktes die kalte Schulter gezeigt hatte und nichts unternehmen wollte. More…
geschrieben von admin •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar hinterlassen »
Mittwoch, 2 September 2009 @ 10:23am • B: Kunst und Aktionen, Petitionen, B: Kunst und Politik, B: Kunst und Rechtliches
Das ver.di Projekt connexx hatte eine Verbesserung für die vielen kurzfristig Beschäftigten in Kultur und Medien gefordert. Die Kampagne wurde von weiteren Verbänden und auch den freien Theaterschaffenden unterstützt.
More…
geschrieben von admin •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar hinterlassen »
Dienstag, 25 August 2009 @ 7:36pm • B: Kunst und Politik, zu retten
Über die Hälfte aller selbständigen Tanz- und Theaterschaffenden in Berlin leben unter der Armutsgrenze. Die Ursache dafür ist der geringe Kulturetat des Landes, der die Leistungen der sogenannten “Freien Szene“ nur mit unzureichenden Mitteln bezuschusst. Stundenlöhne von 3,12 € für professionelle Tänzer oder Schauspieler verdeutlichen diese prekäre Lage. So prägen öffentlich geförderte Künstler und Künstlerinnen zu einem großen Anteil das kulturelle Renommee dieser Stadt und werden dafür mit einer Bezahlung honoriert, die unter jeglichem Mindestlohn liegt. Für den Haushalt 2010/2011 ist eine weitere Verminderung des Etats von über einer Million Euro zu erwarten. Angesichts der ohnehin höchst defizitären Finanzposition des Etats würde das Berliner Fördersystem damit ad absurdum geführt, was seiner Abschaffung gleichkäme. Um gegen diesen Missstand zu protestieren und ein Mindestmaß an Würde und Respekt für die freischaffenden Künstler zu garantieren, haben sich Vertreter der Tanz- und
Theaterszene zusammengetan und fordern vom Land Berlin eine deutliche Erhöhung des Etats. Damit soll eine längst überfällige Honoraruntergrenze eingeführt werden, die es den Künstlerinnen und Künstlern ermöglicht, von öffentlich geförderter Arbeit auch leben zu können. More…
geschrieben von admin •
Permalink •
Kommentare (0) •
Kommentar hinterlassen »