Nach der großen Resonanz auf den Filmwettbewerb „Mediaspree wegspotten!“ 2008, der die Ablehnung der absurden Spreeuferpläne zum Thema hatte, nun der Blick nach vorne: “Megaspree herspotten - Wie wünschen wir uns die Stadt?” In dem Kurzfilm-Wettbewerb ‘Megaspree herspotten’ könnt Ihr Eure Ideen und Visionen für den Erhalt und die Erweiterung der Freiräume am Spreeufer vorstellen. Eure Kurzfilme sollten sich gegen die einseitigen, auf Investorenrendite und kurzfristige Geldeinnahme ausgelegten Verdrängungs- und Betonpläne des Berliner Senats richten. Stichworte sind: Freiraum, Vielfalt, soziale und selbstbestimmte Stadtentwicklung in Berlin. Schnappt euch eine Kamera oder animiert einen Trickfilm! Verfilmt Eure Ideen von Eurer Stadt. Verfilmt Eure Ideen für (euer) Berlin. Spottet Euch die schöne Vision herbei! Der beliebteste Spott kommt auf 35 MM als Trailer in die Off-Kinos. More…
Mehr Empathie fordern die einen. Nicht mehr mitfühlen – sondern handeln, wollen die anderen. Was ist überhaupt Empathie?, fragen die nächsten.Wenn es um Einfühlungsvermögen und Mitgefühl geht, streiten sich die Geister. Brauchen wir einen Empathietest für Politiker und Unternehmer? Eine verpflichtende ärztliche Empathievorsorge für jeden - mit extra Trainings für werdende Eltern? Und mal angenommen die Globalisierung zwänge uns sogar, Mitgefühl – ebenso wie Informationen und Produkte - über lokale Grenzen hinaus zu verteilen und zu empfangen,angenommen jedes verletzte Leben weltweit brächte uns zwangsläufig zum Trauern - als wäre es die geliebte Großmutter, der beste Freund, das eigene Kind… Was wären die Konsequenzen? Vom 3.-21. August 2009 laden drei Empathiemeilen in Berlin zum kontrafaktischen Gedankenaustausch ein. More…
Die einst so lebendige Alternativkultur, welche das Leben dieser Stadt über die Grenzen Europas hinaus interessant gemacht hat, sieht sich seit vielen Jahren dem Druck der Verdrängung und Vermarktung gegenüber. Die Nischen der Stadt sind kleiner, teurer und weniger zahlreich geworden. Die Stadt verliert ihren unverwechselbaren Charakter. Vielleicht ist das Leben in Berlin bald ebenso spannend und unverwechselbar wie ein Kneipenbesuch in Klein-Dingelsdorf. More…
Meldet euch so schnell wie möglich! Und Werdet Teil der Kunstaktion “Die Umsiedlerin oder Das Leben auf dem Lande” zu Heiner Müller vom 29.12. bis 11.1. (Aufführungen 9./10./11.1.2009)! Besetzt gemeinsam mit dem NNU die Berliner Theaterkapelle, um sie zum revolutionären Kulturpalast umzufunktionieren, eröffnet mit uns im Untergrund das Café Müller vom 1.1. - 8.1. mit wechselndem Kulturprogramm!
Der Ansatz des Stückes, die Bodenreform ist Programm: ein Neuanfang, eine Menge Leute, ein Stück Brachland. Wir werden unsere Verpflegung selber organisieren, die Kirchenbänke stellen wir an Biertische, wer Ideen hat, kann direkt loslegen, alle kriegen die gleiche Chance. 37 Figuren stehen auf Müllers Besetzungsliste - Uwe Schmieder fungiert im Klubhaus als Kaderleiter und Regisseur. 13 Tage - für alle, die Lust haben auf die schöne fremde Welt des aufblühenden Sozialismus - hin zum Kommunismus, auf ein böses, fröhliches Spiel mit alten und neuen Idealen, eine Komödie, die 1961 für alle Beteiligten zum Desaster wurde. Der Regisseur Tragelehn wurde in den Braunkohletagebau gesteckt, Müller aus dem existenzsichernden Schriftstellerverband ausgeschlossen, über 20 Parteistrafen wurden verhängt. Ein ungewöhnliches Stück, die titelgebende Umsiedlerin betritt nur selten die Bühne, ihr saufender, zynischer Mann will Bier statt Land. Korrupte Bürgermeister kämpfen mit idealistischen Parteisoldaten um Traktoren und Perspektiven, hin und wieder erhängt sich einer. Alles ist unfertig, auf dem Weg, das Ziel wird immer neu verhandelt. Geld gabs damals keins, heute haben wir wieder keins, umso mehr brauchen wir euren Idealismus, eure Mithilfe und euren Spaß! More…
Mittlerweile sind auch finanzkräftigere Nutzer für finanzkräftigeres Klientel eingezogen. West Coast Customs Europe “personalisiert” Luxuskarossen für Promis. Im heimischen Kalifornien gehört Arnold Schwarzenegger zu den Kunden.
(Foto: Malah Helman)
Berlin verfügt über eine unter den Metropolen einzigartige Situation. Es verfügt über relativ viele Freiflächen und Brachen. Diese Situation ist historisch bedingt und liegt in der Trennung der Stadt in Ost und West. Nach der Wende begann der Abbau der ostdeutschen Infrastruktur und so wurde auch das Reichsbahnausbesserungswerk „Franz Stenzer“ (RAW) 1993 geschlossen. Das RAW, das nahe Berlins erstem Bahnhof in der Industrialisierung in den 70er Jahren des 19. Jh. entstand, befand sich in einem schlechten Zustand, als es von der Immobilienverwaltung der Deutschen Bahn übernommen wurde. Der Leerstand währte nicht lange und die ersten Zwischennutzer aus der Clubszene zogen ein. Mittlerweile hat das Areal ein Investor übernommen. Interview mit Frauke Hehl More…