Freitag, 13 November 2009 @ 10:43am • Berlin-Kreuzberg, Berlin-Prenzlauerberg, C: KUNST_off, C: KUNST_veranstaltungen, I: PERFORMANCES, J: LITERATUR, O: For Free
Präsentation der 5. Ausgabe der Künstlerzeitschrift Prolog – Heft für Zeichnung und Text und Ausstellungseröffnung in Berlin Prenzlauer Berg und in Kreuzberg.
arbeit? am werk - im werk? wieso arbeit? arbeit macht das leben süß / wenn geld die verhältnisse definiert, was ist dann arbeit ohne geld? arbeit -bei art / liebesarbeit? (anton schwarzbach)
newtons arbeit führt zu newtons apfel. die arbeit der gravitation an newtons apfel führt zu newtons Beule - und newtons idee. kein apfel für eva … (mikael vogel)
… in der physik ist arbeit ein skalar. in der aquaristik ist ein skalar ein fisch … (andreas koletzki)
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Dienstag, 10 November 2009 @ 11:40pm • Berlin-Kreuzberg, F: FILM_off, F: FILM_orte, F: FILM_veranstaltungen

Theater auf der Leinwand hat oft einschläfernde Wirkung. Hier nicht. Der Zusammenschnitt von Bühnen-, Straßenszenen und Hintergrundberichten der Berliner Filmemacher Karin Kaper und Dirk Szuszies aus dem Stück „The“ Brig des New Yorker Living Theatre ist eine essentielle Dokumentation über pures politisches Theater und über Unterdrückungssmechanismen, sehr krass und aktuell. Lange vor „Apocalypse Now“ und „Platoon“ testete das New Yorker „Living Theatre“ mit seinem Stück „The Brig“ (Der Knast) die Belastbarkeit des Publikums. Kurz nach der aufsehenerregenden Premiere im Jahr 1963 wurde das Theater unter dem Vorwand von Steuerschulden geschlossen, die Zuschauer kletterten am Abend darauf über die Absperrungen. Die Aufzeichnung des Stücks von Jonas Mekas erhielt 1964 auf dem Filmfestival von Venedig eine Auszeichnung. Mit „The Brig“ verarbeitete Kenneth H. Brown seine 30-tägige Tortur in einem US-Marineinfanteriegefängnis im Jahr 1957 in Japan. Offenbar hat sein Stück bei der Wiederaufführung im Frühjahr 2008 in der Berliner Akademie der Künste nichts an seiner Aktualität verloren. Karin Kaper und Dirk Szuszies, die bereits vor fünf Jahren mit „Resist!“ die Arbeit des „Living Theatre“ beschrieben, machen durch fließende Überleitungen aus der Bühnenaufführung in die Spielszenen der Truppe auf dem Berliner Oranienplatz am 1. Mai 2008 und durch stimmiges Einflechten von Hintergrundinterviews das Theater in seiner puren Form spannungsvoll spürbar: Aktion, Katharsis und Reaktion. „Wir leben alle in einem Gefängnis, sei es, dass wir in der Struktur der Arbeit oder der des Geldsystems gefangen sind“, sagt die 83-jährige Regisseurin Judith Malina. Seit über 60 Jahren leitet sie mit ungebrochenem Idealismus das „Living Theatre“: „Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir mit dem Schrei des Körpers beginnen.“ Ihr kraftvolles Theater aus Stimmen und Körpern ist kein selbstbezogenes Regietheater, keine auf die Bühne verirrte Dokusoap.“Wir sind“, meint einer der Darsteller, „eine verlorene Stimme gegen den Zynismus der Kritiker, die sagen, dass Kunst nichts verändern kann.“ Mit „Another Glorious Day“ gönnen sich Zuschauer sicherlich keine entspannte Kinounterhaltung, aber die Gewissheit, dass Theater aufrütteln und verwandeln kann.
19.11. Kino Eiszeit
Premiere in Anwesenheit des Filmteams
Zeughofstr. 20
10997 Berlin
Ein Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies
Englische Originalfassung mit deutschen UT, 95 Minuten
© Karin Kaper Film, Berlin 2009
Verleih und weitere Infos/Termine/Trailer: www.karinkaper.com
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Dienstag, 3 November 2009 @ 10:40am • Berlin-Kreuzberg, G: MUSIK_off, G: MUSIK_veranstaltungen, G: Musik_orte
Komponist lässt seine Musik von Komponisten aus Billiglohnländern plagiieren. “Fremdarbeit” nennt der Komponist Neuer Musik Johannes Kreidler (29) die Kunstaktion, für die er einen Komponisten aus China und einen Audioprogrammierer aus Indien angeheuert hat, um typische Exemplare seiner eigenen Musik billig produzieren zu lassen. Ausgangspunkt war ein Kompositionsauftrag für das Festival Klangwerkstatt Berlin, ein neues Musikwerk des Künstlers gespielt werden soll. Statt dafür aber selbst etwas zu komponieren, hat Kreidler im Internet Komponisten aus Billiglohnländern ausfindig gemacht, von denen er sich nach den Vorgaben des Festivals mehrere Musikstücke hat schreiben lassen, die seinen eigenen Musikstil plagiieren. So liegen die Produktionskosten für das Auftragswerk wesentlich unter dem Honorarbetrag, den er selbst einstreicht. Mit der Aktion thematisiert Kreidler die global ungleichen Löhne und das Outsourcing in einschlägige Billiglohnländer, die für im Westen vergleichsweise teuer verkaufte Waren ausgebeutet werden. Mit seiner Kunstaktion führt er diese Mechanismen provokant vor und enthält sich jeder scheinbar versöhnlichen Geste, die der ökonomischen Realität widerspräche. Außerdem stellt er die Frage nach der Autorschaft und dem Urheberrecht, indem er an die Kultur des Kopierens und Plagiierens anknüpft, für die gerade China bekannt ist. Die fertigen Stücke hat Kreidler seinen „Fremdarbeitern“ abgekauft, so dass das gesamte Werk rechtlich allein ihm gehört und durch die GEMA weiterverwertet wird. More…
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Dienstag, 27 Oktober 2009 @ 10:10am • Berlin-Friedrichshain, Berlin-Kreuzberg, F: FILM_off, F: FILM_orte, F: FILM_veranstaltungen, zu Förderungen, Wettbewerbe, zu retten
Nach der großen Resonanz auf den Filmwettbewerb „Mediaspree wegspotten!“ 2008, der die Ablehnung der absurden Spreeuferpläne zum Thema hatte, nun der Blick nach vorne: “Megaspree herspotten - Wie wünschen wir uns die Stadt?” In dem Kurzfilm-Wettbewerb ‘Megaspree herspotten’ könnt Ihr Eure Ideen und Visionen für den Erhalt und die Erweiterung der Freiräume am Spreeufer vorstellen. Eure Kurzfilme sollten sich gegen die einseitigen, auf Investorenrendite und kurzfristige Geldeinnahme ausgelegten Verdrängungs- und Betonpläne des Berliner Senats richten. Stichworte sind: Freiraum, Vielfalt, soziale und selbstbestimmte Stadtentwicklung in Berlin. Schnappt euch eine Kamera oder animiert einen Trickfilm! Verfilmt Eure Ideen von Eurer Stadt. Verfilmt Eure Ideen für (euer) Berlin. Spottet Euch die schöne Vision herbei! Der beliebteste Spott kommt auf 35 MM als Trailer in die Off-Kinos. More…
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Dienstag, 27 Oktober 2009 @ 10:00am • Berlin-Kreuzberg, Berlin-Mitte, Berlin-Neukölln, Berlin-Treptow, F: FILM_off, F: FILM_orte, F: FILM_veranstaltungen

Zum ersten Mal findet im November das Kurzfilmfestival »kiezkieken« statt. Das Berliner Kurzfilmfestival kiezkieken dreht sich um die Kieze Sonnenallee, Mediaspree und Kottbusser Tor, die exemplarisch für die Brennpunkte der Stadt stehen. Ziel ist, Kunst und Leben miteinander zu verbinden und eine Plattform für kulturellen Austausch zu schaffen. In einem Kurzfilmwettbewerb riefen wir Anfang 2009 Alt und Jung, Ur- und Neuberliner, Profi- und Amateurfilmer auf, einen persönlichen Blick auf einen der 3 Berliner Kieze »Mediaspree«, »Kottbusser Tor«, »Sonnenallee« filmisch festzuhalten. Wir wollten wissen was die Menschen über ihre unmittelbare Nachbarschaft denken und wie die Orte wahrgenommen werden. Aus allen Einsendungen wurde zu jedem Kiez ein abwechslungsreiches Programm mit insgesamt 39 Dokumentationen, Kurzspielfilmen, Experimentalfilmen und Musikvideos zusammengestellt. Die Präsentation vor Ort soll die Interaktion zwischen den Filmen und ihren Schauplätzen, den Anwohnern und Filmschaffenden anregen. Es wird außerdem ein Rahmenprogramm mit Berliner Filmschaffenden, Bands und Djs geben. More…
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