Archiv für die Kategorie 'Berlin-Kreuzberg'

Vom 3.-21. August: Weinen für die Polkappen - Szenarien globaler Empathie

Mehr Empathie fordern die einen. Nicht mehr mitfühlen – sondern handeln, wollen die anderen. Was ist überhaupt Empathie?, fragen die nächsten.Wenn es um Einfühlungsvermögen und Mitgefühl geht, streiten sich die Geister. Brauchen wir einen Empathietest für Politiker und Unternehmer? Eine verpflichtende ärztliche Empathievorsorge für jeden - mit extra Trainings für werdende Eltern? Und mal angenommen die Globalisierung zwänge uns sogar, Mitgefühl – ebenso wie Informationen und Produkte - über lokale Grenzen hinaus zu verteilen und zu empfangen,angenommen jedes verletzte Leben weltweit brächte uns zwangsläufig zum Trauern - als wäre es die geliebte Großmutter, der beste Freund, das eigene Kind… Was wären die Konsequenzen? Vom 3.-21. August 2009 laden drei Empathiemeilen in Berlin zum kontrafaktischen Gedankenaustausch ein. More…

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IMPRO COLLECTIVE am 2. August im Freistil

IMPRO COLLECTIVE ist eine Berliner Gruppe aus KünsterInnen aus Kunst, Tanz, Musik und Theater. Wir sind Menschen mit verschiedenen Muttersprachen und improvisieren in der gemeinsamen Sprache von Action Theater™ der US Performance Künstlerin Ruth Zaporah. More…

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8. Juli: Wer für die Kunst lebt, soll auch von der Kunst leben können- Fachgruppe Bildende Kunst befragt Politiker vor der Bundestagswahl

Jetzt haben wir es sozusagen amtlich: In der Diskussion um die Ausstellung im Gropius Bau „60 Jahre, 60 Werke“ wurden die ostdeutschen Künstler ausgeschlossen. Und man scheute sich nicht vor der Begründung: In einer Diktatur könne Kunst nicht entstehen. – Das müssen wir als Missachtung der vielen Künstlerinnen und Künstler zurückweisen, die unter Diktaturen oft genug auch unter Einsatz ihrer Freiheit und ihres Lebens Hervorragendes für die Kunst und damit auch für die unter Diktatur leidenden Menschen geleistet haben. Wahrlich, Diktaturen machen es Künstlern schwer, ihre Kunst zu entwickeln. Auch deshalb waren und sind die meisten Künstler entschiedene Gegner von  Diktaturen. Halten wir abschließend fest: Kunst entsteht trotz und gegen Diktatur.  Wir feiern 60 Jahre Grundgesetz und damit 60 Jahre  „Freiheit der Kunst“. Wie ist die Bilanz? Kann der freie Markt die Freiheit der Kunst sichern oder ist der freie Markt nicht ein effektiver Zensor? Ist die Freiheit der Kunst allein durch den Markt zu sichern oder brauchen wir nicht das aktive Eingreifen des Staates zur Sicherung der Freiheit der Kunst und ihrer materiellen Grundlagen. Wenn wir die Bilanz ziehen, dann können wir im 60. Jahr der proklamierten Freiheit der Kunst feststellen, dass die meisten Künstler am Rande bzw. unter dem Existenzminimum leben. Wer aber möchte ihnen vorwerfen, dass sie nicht hervorragende Kunst schaffen? Und die bestehenden „freien Zonen“ sind angesichts der Kürzungen in den öffentlichen Haushalten, die sich unter dem Druck der Krise noch verschärfen werden, in ihrer Existenz bedroht.Müssen wir nicht die analoge Feststellung treffen: Kunst muss sich gegen den Markt und die Marktgesetze durchsetzen.

Um diese Diskussion ganz konkret führen zu können, hat die Fachgruppe Bildende Kunst, unterstützt von den anderen Kunstfachgruppen in unserem Fachbereich, im Vorfeld der Bundestagswahlen Abgeordnete aller im Bundestag vertretenen Parteien eingeladen.  Mit ihnen soll diskutiert werden, welchen Beitrag sie für die Verteidigung der materiellen Grundlagen für die Freiheit der Kunst leisten wollen und können.ver.di wird auf dem Podium vertreten durch Lorenz Müller-Morenius, Bundesvorsitzender der Fachgruppe Bildende Kunst, und  Heinrich Bleicher-Nagelsmann, Bereichsleiter Kunst und Kultur in ver.di. Moderator ist Gotthard Krupp, Mitglied des Berliner Fachgruppenvorstandes. Diskutiert werden u.a. folgende Fragen: Wie kann ein Schutzschirm für Kunst und Kultur aussehen? Wie wollen die Abgeordneten die prekäre soziale Lage verbessern, in der sich die meisten Künstler und Künstlerinnen sehen? Dazu kommen praktische Fragen wie die nach der Zukunft der Künstlersozialkasse, von Arbeitslosengeld I und II, Ausstellungshonoraren und – vergütung. Die Diskussion wird nicht allein unter den Podiumsgästen geführt, sondern ist vorrangig zwischen diesen und den anwesenden Künstlerinnen und Künstlern geplant. Deshalb kommt bitte zahlreich zu dieser Veranstaltung, um mit den Abgeordneten zu diskutieren und ihnen unsere Forderungen mit auf den Weg zu geben! Für Bildende Künstlerinnen und Künstler, Schriftstellerinnen/Schriftsteller, Theaterleute, Musiker und Gäste sind herzlich willkommen.
Gotthard Krupp
Abdruck mit freundlicher Genehmigung ver.di Sprachrohr und Fachgruppe Bildende Kunst in ver.di More…

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Neues Berliner Filmfestival gestartet

Eine kleine Studentengruppe der Kommunikationswissenschaften an der Humboldt Universität Berlin (HU) will sich dem Film verstärkt widmen und ist dem BAF beigetreten, um mit vereinten Kräften ein neues Berliner Filmfestival ins Leben zu rufen.

Am 15. April 2009 beginnt die Ausschreibung zum KiezKieken Festival auf der Homepage unter: www.kiezkieken.de . Der BAF wird den Start in seinem BAF-Blog unter www.baf-berlin.de/blog am Mittwoch redaktionell begleiten und weitere Informationen zum Festival liefern.

An vier Berliner Orten, umgeben vom typischen Lokalkolorit und sozialen Brennpunkten, sollen die Filme entstehen. Es sind dies: Kottbusser Tor, Mediaspree, Oranienburger Straße und Sonnenallee. Detaillierte Beschreibungen zu den Orten befinden sich auf der Website des Festivals.

An vier Sonntagen im Oktober/November 2009 zeigt das Filmfestival KiezKieken die bis dahin entstandenen Filme in anliegenden Cafés der entsprechenden Schauplätze. Die vier Gewinnerfilme laufen an einem fünften Sonntag, an dem wiederum das Publikum den Gesamtsieger kürt.

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Dokfilm “Ende der Vertretung - Emmely und der Streik im Einzelhandel” auf kanalB

Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Gleichzeitig steigen die Gewinne der Branche kontinuierlich an: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann. Der Film begleitet die Streikenden über eineinhalb Jahre. Zu Wort kommen Frauen, die seit Jahrzehnten im Einzelhandel arbeiten. Viele streiken zum ersten mal in ihrem Leben. Oft sind sie allein erziehend, in Teilzeit und mit so wenig Lohn, dass sie sich ihr Essen „bei der Familie zusammensuchen“ müssen. Manchen wird ihr Engagement im Streik zum Verhängnis, Emmely zum Beispiel. Nachdem sie in ihrer Kaiser’s Filiale den Streik organisiert hat, wird ihr unter einem Vorwand fristlos gekündigt. Ihr Kampf um Wiedereinstellung wirft ein Schlaglicht auf das einseitig an den Interessen der Unternehmen ausgerichtete deutsche Arbeitsrecht.

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