Montag, 9 November 2009 @ 7:51pm • Berlin-Pankow, F: FILM_off, F: FILM_orte, F: FILM_veranstaltungen

Viva Europa! spielt am 9. November 2009, exakt 20 Jahre nach dem Mauerfall. Es ist ein grausames Märchen, das in einer kalten, dunklen Nacht spielt. Der Zirkusclown Jonathan trifft die polnische Prostituierte Olga. Das Paar verbringt die Nacht schließlich in einem Hotelzimmer, in dem beide auf ihr vergangenes Leben sowie auf die Veränderungen des seit 20 Jahren geeinten Europas zurückblicken. Nachdem Olgas wütende Zuhälter auf das verliebte Pärchen treffen, endet die Nacht in Horror und Schrecken, eine filmische Metapher der dunklen Seite der Wiedervereinigung.
Viva Europa! ist der 12. Spielfilm des niederländischen Regisseurs und Award-Gewinner Edwin Brienen, dem außerehelichen Sohn Rainer Werner Fassbinders. Ohne die Hilfe von Filmfonds oder Filmförderungen filiert der junge Brienen, derzeit in Berlin wohnend, seine Gedanken zu besonderen Kunstwerken. More…
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Montag, 2 November 2009 @ 10:55pm • B: Kunst und Aktionen, Petitionen, Berlin-Pankow, C: KUNST_off, C: KUNST_orte, C: KUNST_veranstaltungen, zu retten
Mit der Schlüsselübergabe an das Bezirksamt-Weißensee das “WALLYWOODS” in der Berliner Allee (Kulturhaus Peter Edel) endgültig seine Tore schließen! In die Räumen soll, so die Planung, eine Schauspielschule entstehen. Leider wartet der künftige Betreiber der Schauspielschule noch immer auf einen Erbbaurecht-Vertrag mit dem Bezirksamt. Somit ist noch gar nicht klar, wann die Räume wieder für eine neuere Nutzung fertig gestellt sind. Auch würde der neue Nutzer, so Paul Woods, einer weiteren Zwischennutzung zustimmen. Die Motive zur Räumung bzw. fehlenden Vertragsverlängerung bleiben im Unklaren.
Das Aktionsbündnis Berliner Künstler setzte im Sommer ein Signal gegen den Kulturabbau in Pankow und forderte den Für Erhalt des Kulturareals Thälmannpark. Der Rückzug der Lokalpolitik aus der Kulturförderung bedroht die künstlerische Basis. Gerade im Prenzlauer Berg waren die Kunstschaffenden nach der Wende willkommen, um den Bezirk mit einem hippen Image zu versehen- jetzt sollen sie gehen. Hamburger Kunst- und Kulturschaffende fordern in einem Manifest ein Umdenken in der städtischen Politik und kritisieren, dass die Hamburger Politik das «Image der Kreativstadt in die Welt setzt und hinter den Kulissen soziale Segregation und kulturelle Verödung produziert». More…
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Sonntag, 20 September 2009 @ 1:53pm • B: Beiträge, Berlin-Pankow, Berlin-Prenzlauerberg
Die Kultur an der Basis ist womöglich zu kostenintensiv und ihr Nutzen nicht effizient. So lautete das Fazit von SPD und Grüne des Bezirks Pankow. Das Kulturensemble am Thälmann Park, ist mit der Brotfabrik das letzte kommunale Engagement des Bezirks in Sachen Kultur (bereits gestrichen, Halle und Kulturhaus Peter Edel). Dahinter steht der Abbau, natürlich bleibt das Gelände erhalten. Es bekommt aber einen anderen Träger, es wird privatisiert und so hat der Bezirk hier keine Kosten mehr, allenfalls noch Zuschüsse zu zahlen. Das ist natürlich aus Sicht des Bezirks schlau. Denn im nächsten Haushalt muss ein Drittel des Kulturetats eingespart werden. Berlin lässt sein Bezirke bluten und die reichen es direkt an Kultur und Bildung durch. Kultur ist eine in der Verfassung verankerte „kann-Leistung“. Zur Erhalt von Banken und Großkonzernen gibt es allerdings eine Verpflichtung, die nicht mal in der Verfassung steht (nämlich der privaten Akkumulation).
Die Podiumsdiskussion mit der Bezirkspolitik zum Erhalt des Kulturensembles gibt eine Art Vorspiel auf den zu erwartenden Hauptakt nach den Wahlen, denn in Berlin sind jetzt schon Haushaltsverhandlungen für 2010/11: nämlich, wo kann noch gestrichen werden. Mangels Lobbyisten empfehlen sich hier Kultur und Bildung.
Berlin wirbt zwar mit Kultur, der Tourismus profitiert, die Bundesregierung gar mit Bildung, aber es fehlt der politische Wille außer Lippenbekenntnissen etwas zu tun und so bleibt es bei Mangelverwaltung und Einsparungen. Die Aussagen der vielen Studien zum Wert der Kultur, von sozialen Effekten bis hin zu finanziellen, verhallen ungehört. Die Künstler_innen und ihre Vertreter nicht ernst genommen. Die Politik prüft nun (ach prüften sie doch mal die Banken), wo mittels Umschichtung noch gespart werden kann. Dem Fachpersonal scheint unbekannt zu sein, dass, wer zuviel spart, dies mitunter teuer bezahlen muss, etwa bei den Folgekosten wie steigende Sozialausgaben oder sinkenden Steuereinnahmen.
Dennoch steht eine solche Kulturpolitik nicht auf dem Prüfstand, sondern vielmehr jene die an der kulturellen Basis arbeiten und hier schon in den letzten Jahren am meisten gespart wurde. Kunst wird, neben dem Erhalt von „Leuchttürmen“ (gewissermaßen staatlich auserwählter Kunst) eine private Angelegenheit werden, für viele Künstler_innen ist sie das schon. Ein nachhaltiges Konzept zu Kultur und Bildung ist von dieser Politik nicht zu erwarten. Unfähig zu einem vielfältigen demokratischen Prozess macht sie sich selbst überflüssig. So bleibt es bei dem staatlichen Rettungspaket für Banken und Konzerne, die anderen dürfen dafür einstehen und zahlen. Geistlos und einfältig, mehr ist dazu nicht zu sagen. Wegen ihres kulturpolitischen Konzepts braucht man keine Partei zu wählen. Das ist bereits der Streichung zum Opfer gefallen.
Malah Helman
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Freitag, 11 September 2009 @ 1:47pm • B: Kunst und Aktionen, Petitionen, B: Kunst und Politik, Berlin-Pankow, C: KUNST_off, C: KUNST_orte, C: KUNST_veranstaltungen, D: THEATRAL_off, D: THEATRAL_orte, D: THEATRAL_veranstaltungen, G: MUSIK_off, G: MUSIK_veranstaltungen, G: Musik_orte, party_soli, zu Institutionen, zu retten
Am 19. September findet ein erster Aktionstag auf dem Kulturareal am Thälmannpark statt, dem weitere folgen werden. Wir wollen, dass Prenzlauer Berg und Pankow Orte der Basiskultur bleiben. Wir setzen uns dafür ein, dass das kulturelle Heruntersparen der Bezirke in ganz Berlin gestoppt wird und kommunale Frei-Räume für Künstler erhalten bleiben! Das Kulturareal im Thälmannpark darf nicht in seiner Existenz bedroht werden! More…
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Donnerstag, 25 September 2008 @ 8:38pm • Berlin-Pankow, C: KUNST_off, C: KUNST_orte, C: KUNST_veranstaltungen, K: APPLIED_ARTS

Adler A.F. : umweltfreundliche Kunst
Erstes Trash-Art Museum der Welt auf dem Gelände von Kunst-Stoffe in Berlin-Pankow gegründet! Im Rahmen ihres Werkstipendiums bei Kunst-Stoffe hat die international agierende Münchner TRASH-Art-Künstlerin ADLER A.F. das Museums-Projekt initiiert. Die Müllplastiken und Skulpturen der Künstlerin demonstrieren die Multi-Dimensionalität
von augenscheinlich wertlosem Abfall am Ende unserer Konsumkette.
ADLER A.F. verleiht Abfall-Artefakten im Zwischenraum – Kunst und Müll -
einen künstlerischen Wert und damit eine gesellschaftspolitische Dimension. Mit der Gründung des Trash-Art-Museums in der Berliner Str. 17 entsteht endlich ein eigenes Forum für konzeptionelle Arbeiten aus wiederverwendbaren Materialien. Im Rahmen der Ausstellung werden Arbeiten von Chris Oven, Paris; ADLER A.F., München sowie von gottschalk*Berlin, Prof. Dr. Hans Scheerer, Matt Grau und Daniel Witt aus Berlin gezeigt. Ab 15.00 gibt es stündlich Performances und Gespräche über das Museumskonzept mit ADLER A.F. und den Künstlerkuratoren Silke Gottschalk und Daniel Witt. Das Museum kooperiert mit Kunst-Stoffe, der Berliner Zentralstelle für wiederverwendbare Materialien. Hier können Kreative, Theaterleute, Bastler gegen geringes Entgelt aus einem riesigen Fundus an Gebrauchtmaterialien für ihre künstlerische Praxis schöpfen. More…
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