Archiv für die Kategorie 'Berlin-Prenzlauerberg'

21. 11.: Präsentation der neuen “Heft für Zeichnung und Text zum Thema Arbeit

Präsentation der 5. Ausgabe der Künstlerzeitschrift  Prolog – Heft für Zeichnung und Text und Ausstellungseröffnung in Berlin Prenzlauer Berg und in Kreuzberg.

arbeit? am werk - im werk? wieso arbeit? arbeit macht das leben süß / wenn geld die verhältnisse definiert, was ist dann arbeit ohne geld? arbeit -bei art / liebesarbeit? (anton schwarzbach)

newtons arbeit führt zu newtons apfel. die arbeit der gravitation an newtons apfel führt zu newtons Beule - und newtons idee. kein apfel für eva … (mikael vogel)

… in der physik ist arbeit ein skalar. in der aquaristik ist ein skalar ein fisch … (andreas koletzki)
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11. November: Boing peng bumm tschack. vielleicht klingt so berlin?

 wers genauer wissen will,  möge sich bitte baldschleunigst anmelden zum dabeisein: Gehoerte Stadt  - Audioführung durch Berlins Zentrum.   Gehörte Stadt lädt Sie zu einem Experiment ein: Sehen Sie mit Ihren Ohren! Genießen Sie den Luxus, für eine Stunde blind durch Berlin geführt zu werden.  Es wird Sie erstaunen, wie sich dabei Ihre Wahrnehmung verändert. More…

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Die Kultur an der Basis muss einer Prüfung unterzogen werden

Die Kultur an der Basis ist womöglich zu kostenintensiv und ihr Nutzen nicht effizient. So lautete das Fazit von SPD und Grüne des Bezirks Pankow. Das Kulturensemble am Thälmann Park, ist mit der Brotfabrik das letzte kommunale Engagement des Bezirks in Sachen Kultur (bereits gestrichen, Halle und Kulturhaus Peter Edel). Dahinter steht der Abbau, natürlich bleibt das Gelände erhalten. Es bekommt aber einen anderen Träger, es wird privatisiert und so hat der Bezirk hier keine Kosten mehr, allenfalls noch Zuschüsse zu zahlen. Das ist natürlich aus Sicht des Bezirks schlau. Denn im nächsten Haushalt muss ein Drittel des Kulturetats eingespart werden. Berlin lässt sein Bezirke bluten und die reichen es direkt an Kultur und Bildung durch. Kultur ist eine in der Verfassung verankerte „kann-Leistung“. Zur Erhalt von Banken und Großkonzernen gibt es allerdings eine Verpflichtung, die nicht mal in der Verfassung steht (nämlich der privaten Akkumulation).

Die Podiumsdiskussion mit der Bezirkspolitik zum Erhalt des Kulturensembles gibt eine Art Vorspiel auf den zu erwartenden Hauptakt nach den Wahlen, denn in Berlin sind jetzt schon Haushaltsverhandlungen für 2010/11: nämlich, wo kann noch gestrichen werden. Mangels Lobbyisten empfehlen sich hier Kultur und Bildung.

Berlin wirbt zwar mit Kultur, der Tourismus profitiert, die Bundesregierung gar mit Bildung, aber es fehlt der politische Wille außer Lippenbekenntnissen etwas zu tun und so bleibt es bei Mangelverwaltung und Einsparungen.  Die Aussagen der vielen Studien zum Wert der Kultur, von sozialen Effekten bis hin zu finanziellen, verhallen ungehört. Die Künstler_innen und ihre Vertreter nicht ernst genommen. Die Politik prüft nun (ach prüften sie doch mal die Banken), wo mittels Umschichtung noch gespart werden kann. Dem Fachpersonal scheint unbekannt zu sein, dass, wer zuviel spart, dies mitunter teuer bezahlen muss, etwa bei den Folgekosten wie steigende Sozialausgaben oder sinkenden Steuereinnahmen.

Dennoch steht eine solche Kulturpolitik nicht auf dem Prüfstand, sondern vielmehr jene die an der kulturellen Basis  arbeiten und hier schon in den letzten Jahren am meisten gespart wurde. Kunst wird, neben dem Erhalt von „Leuchttürmen“ (gewissermaßen staatlich auserwählter Kunst) eine private Angelegenheit werden, für viele Künstler_innen ist sie das schon. Ein nachhaltiges Konzept zu Kultur und Bildung ist von dieser Politik nicht zu erwarten. Unfähig zu einem vielfältigen demokratischen Prozess macht sie sich selbst überflüssig. So bleibt es bei dem staatlichen Rettungspaket für Banken und Konzerne, die anderen dürfen dafür einstehen und zahlen. Geistlos und einfältig, mehr ist dazu nicht zu sagen. Wegen ihres kulturpolitischen Konzepts braucht man keine Partei zu wählen. Das ist bereits der Streichung zum Opfer gefallen.
Malah Helman

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17. - 20. 09: Panaroma ZWEI + L.C. and the Greeks am Dock 11

vier Tanzsolos von Vidal Bini, Johanna Chemnitz, Kathryn Rave und Svenja Rohde
Dieser Abend ist ein choreographisches Projekt, ein Aufeinandertreffen der vier Soloarbeiten von Vidal Bini, Johanna Chemnitz, Kathryn Rave und Svenja Rohde. Der rege Austausch über Inhalte und Sichtweisen bezüglich des Tanzes und der Choreographie führte die Künstler hin zu diesem gemeinsamen Performanceabend. So kann dem Publikum eine tiefgreifende Sicht auf die in ihrer Identität und Ästhetik teils verschiedener, teils verwandter Arbeitsweisen geboten, und dieser Dialog ausgeweitet werden. Johanna, Kathryn und Svenja befassten sich innerhalb ihres Choreografhieprojektes PANAROMA EINS (103 Studio, Mai 2008) mit dem Thema Großstadt und den Fragen über innere und äußere Räume, deren Wechselwirkungen sowie dem Ausloten von Innenraum, Außenraum und Zwischenraum. Es wird erkundet, erobert, auseinander genommen und wieder zusammen gesetzt. Es ist ein Erforschen der verschiedenen Blickwinkel die sich auftun in Bezug auf den Raum der uns umgibt, innerhalb dessen wir existieren und von dem wir zuweilen doch isoliert zu sein scheinen. Von diesen drei Soli als Basis ausgehend entwickeln sie dieses Projekt weiter, hin zu PANAROMA ZWEI.

L.C. and the Greeks ist die erste Arbeit innerhalb einer Reihe von vieren. Es adressiert an die vorbelastete Beziehung zwischen Spektakel und Extrem. Dieses Solo richtet sich an die Transparenz des Menschlichen gegen eine fabrizierte Theatralität des Performers, mit der Absicht die Aufmerksamkeit auf eine andere Form des Performens zu lenken, auf die Freiheit, zu sein- hier, jetzt, ganz und gar. More…

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22.05.09: Wann stören wir uns endlich

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Die Konzertante Performance von Andreas Liebmann zeigt Menschen auf der Suche nach Nähe und Begegnung im Städtestrudel. In mehreren theatral-musikalischen Sequenzen versuchen fünf Performer, wie rastlose Konstrukteure, ihre Welt immer wieder neu zu strukturieren. Wie kann hier Beziehung möglich sein? Die Nähe des anderen bedroht das eigene Fortkommen. Orte und Menschen lösen sich auf. Sie werden Fliessexistenzen. Begegnungen ziehen durch die Menschen hindurch wie Züge durch einen Bahnhof.

“Waches, intelligentes Gegenwartstheater. Verspielt aber ernsthaft , analytisch aber nicht zentnerschwer.” (Berliner Tagesspiegel, 16.05.08) More…

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