Archiv für die Kategorie 'zu Institutionen'

19.09. Aktionstag der Künstler für den Erhalt der Kultureinrichtungen im Thälmannpark.

Am 19. September findet ein erster Aktionstag auf dem Kulturareal am Thälmannpark statt, dem weitere folgen werden. Wir wollen, dass Prenzlauer Berg und Pankow Orte der Basiskultur bleiben. Wir setzen uns dafür ein, dass das kulturelle Heruntersparen der Bezirke in ganz Berlin gestoppt wird und kommunale Frei-Räume für Künstler erhalten bleiben! Das Kulturareal im Thälmannpark darf nicht in seiner Existenz bedroht werden! More…

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Mit der Kultur aus der Krise?


Der Berliner Kulturwirtschaftsbericht 2008 skizziert die Potentiale.

Die Kultur, die Ausprägung kulturwirtschaftlicher Bereiche und die zunehmende Betrachtung des Bereichs unter wirtschaftlichen Aspekten, rückten seit den 90er Jahren verstärkt ins Blickfeld der Politik. Für Berlin ist die Kultur/wirtschaft einer der Hoffnungsträger. Von dieser Entwicklung profitierten insbesondere die großen Branchenunternehmen, die mitunter staatliche Hilfen in beträchtlicher Höhe (z. B. Universal, Anschutz/O2Arena) erhielten. Jedoch: Zappenduster zeigen sich die Arbeitsbedingungen im Querschnittsbereich.

Der mittlerweile zweite Kulturwirtschaftsbericht, herausgegeben von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie und Frauen, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, umfasst die formal (über privat bis gemeinnützig bis staatlich organisiert und finanziert) und inhaltlich (Kultur bis Dienstleistung) sehr unterschiedlich strukturierten Bereiche: Buch und Presse, Software/Games/Telekommunikation, Werbung, Film und Rundfunk, Bildende Kunst, Musik, Architektur, Design, Darstellende Kunst.

Die Studie beinhaltet verschiedene Teilstudien zur Einkommenssituation von Kulturschaffenden und zur Stadtentwicklung und bildet immerhin einmal die Situation der hier Arbeitenden ab und verweist auf die Bedeutung der Branche auf den urbanen Transformationsprozess. More…

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DAS THEATER UNTERM DACH IN SEINER JETZIGEN FORM IST IN GEFAHR !

In einer Pressemeldung der Berliner Zeitung vom 25.März 2009 mussten wir betroffenen Künstler folgende Information lesen: “Kulturzentrum Eliashof bald im Thälmannpark Für das Kinder- und Kulturzentrum Eliashof in der Senefelder Straße in PB gibt es einen neuen Standort. Kinder- und Puppentheater und Tanzgruppen sollen in das Kulturareal im Thälmannpark ziehen. Das Haus Senefelderstr. wird 2010 zur Grundschule, die Musikschule behält dort eigene Räume. Morgen beraten die Verordneten in einer Sondersitzung über den Eliashof.”

Wenn das umfangreiche Angebot des Eliashofs in den Thälmannpark ziehen soll, kann das nur bedeuten, dass unser Theater unterm Dach in seiner jetzigen Form nicht mehr weiter bestehen wird. Die Notwendigkeit für die Kulturprojekte des Eliashofs einen neuen Stand-ort zu finden, ist seit zwei Jahren bekannt. Die Entscheidung diesbezüglich den Thälmannpark zu prüfen, geschah, ohne mit uns Künstlern, der Leitung des Theaters unterm Dach und den anderen Kultureinrichtungen des Thälmannparks, darüber in einen Dialog zu treten. Oftmals treffen hier Politiker Entscheidungen, die noch nie eine Vorstellung im Theater unterm Dach besucht haben.  Daher bitten wir Sie um Hilfe, dass unser Theater unterm Dach in der jetzigen Form mit Liesel Dechant als verantwortlicher und erfolg-reicher Leiterin erhalten bleibt. More…

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Prekäre Orte in Berlin: Antwort auf Mayday

Kulturelle und Soziale Orte und Bildung sind prekär, sie sind ständig bedroht mit der Begründung der Finanzkrise, Haushaltskonsolidierung, Schuldenabbau oder dem Diktum der „Wirtschaftlichkeit“ gekürzt oder geschlossen zu werden. Die hier Arbeitenden arbeiten für sehr wenig oder häufig “ehrenamtlich”. Das ist eine fatale Entwicklung die Armut und Ausgrenzung befördert und die Chancen auf persönliche Entwicklung zunichte macht.

Ich kriege die Krise, wenn ich sehe welche Maßnahmen die Konjunkturpakete umfassen, das ganze Programm von Sanierung irgendwelcher Banken oder Konzerne, die sich selbst und andere durch bewusste Konstruktion eines Systems, das auf Spekulation, Verkauf von faulen Krediten, windigen Transaktionen beruht, in diese Lage gebracht haben und nun von der Allgemeinheit gerettet werden möchten, um diese Dinge danach wieder ungestört betreiben zu können. Oder die Abwrackprämie, wie viele Autos brauchen wir noch, um den Planeten zu verschrotten?

Warum geht es nicht um Kultur oder Bildung? Man möchte meinen, das sind doch wichtige Grundlagen in einer demokratischen, ökologischen und kreativen Gesellschaft.

Mittlerweile gibt es genügend Studien, die den „Wert“ von Kultur und Bildung belegen, die weit über ökonomische Wertschöpfung hinausgehen und die gesellschaftliche Entwicklung fördern.

Und da Kunst und Kultur in der Stadtentwicklung oder im Tourismus auch materielle Werte schaffen, frage ich mich, warum diese in keiner Form zu den Produzenten und Urhebern zurückkommen.

Und einmal ganz grundsätzlich: wie soll ein Staat funktionieren, wenn die Einkommen niedrig, die Arbeitslosigkeit und Transferleistungen hoch, Sozial und Steuerkassen leer sind und die Grundlage dieses Staatswesens auf Konsum ausgerichtet sind? Welchen Sinn macht das?

Malah von berlin-off.de

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*Prekäre Orte* der Mayday Berlin sammelt und veröffentlicht Hinweise und Ideen

Sie schmeißen sich in Schale mit Marmorfassaden und Image-Kampagnen, stellen sich in der Öffentlichkeit als gemeinnützig, als systemrelevant oder als notwendiger Ordnungsfaktor dar. Sie erfüllen Träume, helfen bei der individuellen Selbstverwirklichung. Be Berlin! Das Bürgertelefon der Polizei! Sich mit dem Dispo-Kredit Wünsche erfüllen!

Es sind konkrete Orte, an denen diese Versprechen produziert und dabei unsere Kreativität und unser Begehren in prekäre Lebens- und Arbeitsverhältnisse gepresst werden. Wir wollen sie gemeinsam markieren und dadurch in der Öffentlichkeit sichtbar machen als das was sie sind: Orte der Disziplin, der Repression, der Ausbeutung. Orte, die dafür verantwortlich sind, dass wir die Krise kriegen…und das fast jeden Tag: Das frühe Aufstehen, das wenige Geld, die Bildungsmisere, das Abschieberegime.

Wo kriegst Du die Krise? More…

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