Donnerstag, 12 November 2009 @ 12:55pm • Berlin-Mitte, F: FILM_off, F: FILM_orte, F: FILM_veranstaltungen
zu unseren treffen kommen durchschnittlich etwa 300 gäste aus allen filmberufen zum zwanglosen netzwerken. (darunter autoren, producer, agenturen, schauspieler, künstler, crew, post, finanz und marketing…) ich möchte sie sehr herzlich zum nächsten berliner filmforum einladen: netzwerktreffen für profis aus show, film- und fernsehen. More…
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Dienstag, 10 November 2009 @ 11:40pm • Berlin-Kreuzberg, F: FILM_off, F: FILM_orte, F: FILM_veranstaltungen

Theater auf der Leinwand hat oft einschläfernde Wirkung. Hier nicht. Der Zusammenschnitt von Bühnen-, Straßenszenen und Hintergrundberichten der Berliner Filmemacher Karin Kaper und Dirk Szuszies aus dem Stück „The“ Brig des New Yorker Living Theatre ist eine essentielle Dokumentation über pures politisches Theater und über Unterdrückungssmechanismen, sehr krass und aktuell. Lange vor „Apocalypse Now“ und „Platoon“ testete das New Yorker „Living Theatre“ mit seinem Stück „The Brig“ (Der Knast) die Belastbarkeit des Publikums. Kurz nach der aufsehenerregenden Premiere im Jahr 1963 wurde das Theater unter dem Vorwand von Steuerschulden geschlossen, die Zuschauer kletterten am Abend darauf über die Absperrungen. Die Aufzeichnung des Stücks von Jonas Mekas erhielt 1964 auf dem Filmfestival von Venedig eine Auszeichnung. Mit „The Brig“ verarbeitete Kenneth H. Brown seine 30-tägige Tortur in einem US-Marineinfanteriegefängnis im Jahr 1957 in Japan. Offenbar hat sein Stück bei der Wiederaufführung im Frühjahr 2008 in der Berliner Akademie der Künste nichts an seiner Aktualität verloren. Karin Kaper und Dirk Szuszies, die bereits vor fünf Jahren mit „Resist!“ die Arbeit des „Living Theatre“ beschrieben, machen durch fließende Überleitungen aus der Bühnenaufführung in die Spielszenen der Truppe auf dem Berliner Oranienplatz am 1. Mai 2008 und durch stimmiges Einflechten von Hintergrundinterviews das Theater in seiner puren Form spannungsvoll spürbar: Aktion, Katharsis und Reaktion. „Wir leben alle in einem Gefängnis, sei es, dass wir in der Struktur der Arbeit oder der des Geldsystems gefangen sind“, sagt die 83-jährige Regisseurin Judith Malina. Seit über 60 Jahren leitet sie mit ungebrochenem Idealismus das „Living Theatre“: „Wenn wir etwas verändern wollen, müssen wir mit dem Schrei des Körpers beginnen.“ Ihr kraftvolles Theater aus Stimmen und Körpern ist kein selbstbezogenes Regietheater, keine auf die Bühne verirrte Dokusoap.“Wir sind“, meint einer der Darsteller, „eine verlorene Stimme gegen den Zynismus der Kritiker, die sagen, dass Kunst nichts verändern kann.“ Mit „Another Glorious Day“ gönnen sich Zuschauer sicherlich keine entspannte Kinounterhaltung, aber die Gewissheit, dass Theater aufrütteln und verwandeln kann.
19.11. Kino Eiszeit
Premiere in Anwesenheit des Filmteams
Zeughofstr. 20
10997 Berlin
Ein Kinodokumentarfilm von Karin Kaper und Dirk Szuszies
Englische Originalfassung mit deutschen UT, 95 Minuten
© Karin Kaper Film, Berlin 2009
Verleih und weitere Infos/Termine/Trailer: www.karinkaper.com
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Montag, 9 November 2009 @ 10:22pm • B: Beiträge
Kultur- und Medienschaffende, deren Werke vervielfältigt werden, hat der Gesetzgeber, also die Politik, durch die letzte Urheberrechtsnovelle wesentlich schlechter gestellt. Trotz der Lippenbekenntnisse zu einer fairen Vergütung der UrheberInnen wurde das System der Vergütungen für Privatkopien vollständig zu Lasten dieser geändert. Die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten (GVL) schreibt: “Nach alter Rechtslage waren feste Vergütungssätze gesetzlich verankert. .. Nunmehr sieht das Urheberrechtsgesetz vor, das für jedes einzelne vergütungspflichtige Produkt- also MP3-Player, DVD-Rekorder, Computer, aufzeichnungsfähige Cds oder DVds, usw. separate Vergütungsvereinbarungen mit den Herstellern und Importeuren zu treffen sind. Diese Vereinbarungen konnten bislang nicht abgeschlossen werden, weil die Widerstände der genannten Zahlungspflichtigen dies verhindert haben.”
Nun, die Zahlungen der Lobbyistenorganisation BITKOM, dem Verband der elektonischen Geräteindustrie, an den ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder haben offensichtlich Früchte getragen. So lange die Kunstschaffenden ihre Regierenden nicht ebenfalls mit reichen Geldgeschenken bedenken, rückt eine faire Vergütungsregelung wohl eher in weitere Ferne.
Malah Helman
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Montag, 9 November 2009 @ 7:51pm • Berlin-Pankow, F: FILM_off, F: FILM_orte, F: FILM_veranstaltungen

Viva Europa! spielt am 9. November 2009, exakt 20 Jahre nach dem Mauerfall. Es ist ein grausames Märchen, das in einer kalten, dunklen Nacht spielt. Der Zirkusclown Jonathan trifft die polnische Prostituierte Olga. Das Paar verbringt die Nacht schließlich in einem Hotelzimmer, in dem beide auf ihr vergangenes Leben sowie auf die Veränderungen des seit 20 Jahren geeinten Europas zurückblicken. Nachdem Olgas wütende Zuhälter auf das verliebte Pärchen treffen, endet die Nacht in Horror und Schrecken, eine filmische Metapher der dunklen Seite der Wiedervereinigung.
Viva Europa! ist der 12. Spielfilm des niederländischen Regisseurs und Award-Gewinner Edwin Brienen, dem außerehelichen Sohn Rainer Werner Fassbinders. Ohne die Hilfe von Filmfonds oder Filmförderungen filiert der junge Brienen, derzeit in Berlin wohnend, seine Gedanken zu besonderen Kunstwerken. More…
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Montag, 9 November 2009 @ 7:06pm • Berlin-Mitte, Berlin-Prenzlauerberg, G: MUSIK_off, G: MUSIK_veranstaltungen, G: Musik_orte
wers genauer wissen will, möge sich bitte baldschleunigst anmelden zum dabeisein: Gehoerte Stadt - Audioführung durch Berlins Zentrum. Gehörte Stadt lädt Sie zu einem Experiment ein: Sehen Sie mit Ihren Ohren! Genießen Sie den Luxus, für eine Stunde blind durch Berlin geführt zu werden. Es wird Sie erstaunen, wie sich dabei Ihre Wahrnehmung verändert. More…
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